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A
Peter Ablinger
wurde 1959 in Schwanenstadt in Österreich geboren. Zwischen 1974 und 1982 studierte er Graphik in Linz, Jazzklavier in Graz und - bei Gösta Neuwirth und Roman Haubenstock-Ramati - Komposition in Graz und Wien. Seit 1982 lebt Ablinger in Berlin, wo er über acht Jahre an der Musikschule Kreuzberg lehrte und 1988 das Ensemble Zwischentöne gründete. Von 1990 bis 1992 leitete er die Klangwerkstatt, er wurde 1993 als Gastprofessor nach Graz berufen und 1996 Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung. 1997 leitet Ablinger die Insel Musik. Peter Ablingers Kompositionen wurden u.a. bei den Berliner und bei den Wiener Festwochen gespielt, außerdem bei den Darmstädter Ferienkursen und im Musikprotokoll des Steirischen Herbstes. Das Offene Kulturhaus Linz, das Stadttheater Gießen und die Neue Galerie der Stadt Graz zeigten in den letzten Jahren seine Installationen
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1969 in Chinju (Südkorea) geboren, besuchte zunächst die Seoul Highschool of Art and Music mit Schwerpunkt Komposition. Es folgte ein Kompositionsstudium an der Chung-Ang Universität bei In-Sun Cho. Anschließend Kompositionsstudium an der Hochschule für Künste Bremen bei Younghi Pagh-Paan (Analyse bei Andreas Gürsching sowie Günter Steinke und Musikästhetik in der neuen Musik bei Dr. Nicolas Schalz). Daneben Meisterkurse bei Klaus Huber.
Jin-Ah Ahn lebt und arbeitet seit 1994 in Deutschland. Sie setzt sich mit ihren Werken oft mit dem aktuellen Zeitgeschehen auseinander. Auch bleibt der Kontakt zur koreanischen Kultur in ihrer Arbeit lebendig.
Sie arbeitet mit zahlreichen international bekannten Interpreten und Ensembles zusammen. Ihre Werke werden auf Konzerten sowie auf nationalen und internationalen Festivals Neuer Musik in Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien, der Schweiz und Dänemark, in Aserbaidshan sowie in Korea und Japan gespielt.
Mark Andre, 1964 geboren, studierte am Conservatoire in Paris und absolvierte die Abschlussprüfungen in Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre, musikalische Analyse und im musikalischen Forschungsbereich mit Auszeichnung. Seine Studien schloss er 1994 an der École Normale Supérieure und am CESR zu Tours mit einer Doktorarbeit ab. Ein Stipendium des französischen Außenamts erlaubte ihm Studien an der Musikhochschule Stuttgart bei Helmut Lachenmann. Es folgten Stipendien an der Akademie Schloß Solitude, der Heinrich-Strobel-Stiftung und beim DAAD. Mark Andre erhielt zahlreiche Preise, u. a. den Kranichsteiner Musikpreis, den Ersten Preis der Kompositionswettbewerbe Winterthur und Stuttgart [Süddeutscher Rundfunk] und den Rompreis. Er nahm an Meisterkursen bei Wolfgang Rihm und Salvatore Sciarrino teil. Mark Andre erhielt 2001 den Kompositionspreis der Oper Frankfurt, 2002 als einer von drei Komponisten den Ernst von Siemens Förderpreis und 2006 den Christoph und Stefan Kaske Kompositionspreis.
BIgnacio Baca-Lobera
Zunächst musikalischer Autodidakt, studierte er später Komposition mit Julio Estrada in Mexiko, und anschließend mit Joji Yuasa, Jean-Charles François and Brian Ferneyhough in den Vereinigten Staaten. Dort schloß er seine Studium mit einem Magisterium und schließlich mit einem Ph.D. ab. Daneben nahm er an Sommerkursen am IRCAM (1992) und bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil (1990, 1992).
In seiner Kammer- und Orchestermusik wendet er Techniken wie Zufallssteuerungen, Miktrotonalität, Netzwerktheorien und graphische Methoden an. Seine Musik wurde mehrfache ausgezeichnet: beim "José Pablo Moncayo Orchesterwettbewerb" (1982, Mexiko) und dem "Lan Adomián Kammermusikwettbewerb" (1980, Mexiko), beim Festival "New Music Today" (1988) in Japan bei den Darmstädter Ferienkursen, wo er 1992 den "Kranichsteiner Musikpreis" gewann. 1992-93 erhielt er ein Stipendium des mexikanischen "Fondo Nacional para las Artes" und 1996 gewann er den 1. Preis beim "17 Irino-Preis für Orchestermusik" in Tokyo.
Ignacio Baca-Loberas Musik wurde bei Festivals wie dem Xenakis Festival (1988, San Diego), den Weltmusiktagen der ISCM (1991, Zürich und 1993, Mexiko), den Darmstädter Ferienkursen (1990, 1992 and 1994) und verschiedenen mexikanischen Festivals aufgeführt. Darüber hinaus erhielt er mehrere Kompositionsaufträge. 1994-95 war er "composer in residence" des Querétaro Philharmonischen Orchesters.
Zur Zeit lebt er im mexikanischen Quéretaro, wo er als Professor an der Universidad Autónoma de Querétaro Komposition unterrichtet.
Clarence Barlow
geboren 1945 in Kalkutta, ist ein internationaler Komponist. Von englischer und portugiesischer Abstammung, gehörte er in Indien zur englischsprachigen Minderheit. Seine ersten Kompositionen schrieb er mit 11 Jahren und schloss ein naturwissenschaftliches Studium in Kalkutta mit einem Diplom am Trinity College in London ab.
Danach studierte er indische Kunstmusik und beschäftigte sich gleichzeitig mit mittelalterlicher und zeitgenössischer europäischer Musik. Ab 1968 studierte er an der Hochschule für Musik Köln Komposition und elektronische Musik, unter anderem bei Bernd Alois Zimmermann und Karlheinz Stockhausen.
1971 begann er, Computer für seine Kompositionen einzusetzen. Heute ist er einer der bekanntesten Vertreter der Computermusik.
Seit 1968 lebte er in Köln, seit 2006 in Santa Barbara, Kalifornien.
Giorgio Battistelli
geboren 1953 in Albano Laziale bei Rom ist ein italienischer Avantgarde-Komponist der modernen Oper.
Er studierte Komposition, Musikgeschichte und Klavier am Konservatorium A.Casella in Aquila. Auf Einladung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes verbrachte er das Jahr 1985/86 in Berlin. 1993 bis 1996 war er künstlerischer Leiter des Cantiere Internazionale d’Arte in Montepulciano. Seit 1996 war er künstlerischer Leiter des Orchestra della Toscana.
Größere Aufmerksamkeit erregte Battistelli 2002 mit einer musikalischen Inszenierung von Ernst Jüngers Auf den Marmorklippen am Nationaltheater Mannheim, bei dem Battistelli auch am Libretto beteiligt war. Ähnliches Interesse fand Experimendum Mundi im Jahr 2005, bei dem die Musikalität der Arbeitswelt verdeutlicht werden sollte. Das Werk sollte als Brückenschlag von Alltagsgeräuschen der Handwerker zur zeitgenössischen Musik verstanden werden.
Alban Berg
geboren 1885 in Wien, gestorben 1935 in Wien. Sein Werk vereint Einflüsse der Mahlerschen Spätromantik mit Arnold Schönbergs freier Atonalität und später der Zwölftontechnik. Obwohl Berg sich selbst immer als „natürlicher Fortsetzer richtig verstandener, guter, alter Tradition“ verstand, gehört er zu den großen Neuerern der Musik des 20. Jahrhunderts. Sein Werk, einst heftig umstritten, zählt heute längst zur klassischen Moderne und fasziniert unverändert durch eine charakteristische Verbindung von konstruktiver Strenge und persönlichem klangsinnlichen Ausdruck.Berg wurde in Wien geboren und lebte dort die meiste Zeit seines Lebens. Vielseitig begabt, schien er als Kind mehr an Literatur als an Musik interessiert zu sein. Mit fünfzehn begann er als Autodidakt zu komponieren, ohne groß eine formale musikalische Ausbildung genossen zu haben. Als der 10 Jahre ältere Arnold Schönberg, der schon zu der Zeit ein maßgeblicher Vertreter der musikalischen Moderne war, Kompositionskurse für den Oktober 1904 ankündigte, wurden ihm von Bergs älterem Bruder Charley heimlich einige Lieder Albans vorgelegt. Schönberg bemerkte sofort die außerordentliche musikalische Begabung des jungen Mannes, in dessen Liedern er „eine überströmende Wärme des Fühlens“ erkannte – ein Merkmal, das auch alle weiteren Kompositionen Alban Bergs auszeichnen sollte. Berg wurde zusammen mit dem zwei Jahre älteren Anton Webern als Privatschüler aufgenommen und studierte insgesamt sechs Jahre bei Schönberg. Der Einfluss des Älteren war immens. Berg bewunderte Schönberg nicht nur als Komponisten und Lehrer. Einige Biographen meinen zu wissen, dass er in ihm auch einen Ersatzvater fand, dem er über die Studienzeit hinaus sein Leben lang in enger Freundschaft verbunden blieb. (Sein eigener Vater war gestorben, als Berg fünfzehn war.) Während seiner ersten zwei Jahre mit Schönberg arbeitete Berg noch als Beamter (Rechnungspraktikant), aber von 1906 an konnte er sich ganz der Musik widmen. 1907 wurden seine ersten Werke öffentlich aufgeführt: Drei der Sieben frühen Lieder wurden bei einem Konzert mit Musik von Schönbergschülern in Wien aufgeführt.
Als 17-jähriger verliebte sich Alban Berg in das Küchenmädchen Marie Scheuchl. Am 4. Dezember 1902 brachte Marie Scheuchl seine uneheliche Tochter Albine zur Welt, zu deren Vaterschaft sich Alban Berg am 8. Dezember 1903 bekannte. Albine Manninger, geborene Scheuchl litt bis zu ihrem Tod im Jahre 1954 darunter, vom Leben ihres Vaters ausgeschlossen geblieben zu sein.
Am 3. Mai 1911 heiratete Berg Helene Nahowski, entgegen dem Wunsch ihrer Familie. Das erste Treffen zwischen dem Komponisten und der Sängerin aus wohlhabendem Hause fand bereits 1906 statt.
1913 hatten die Fünf Orchesterlieder nach Ansichtskartentexten von Peter Altenberg (op. 4) in Wien ihre Uraufführung. Dieses Stück führte zu einem Skandal, und die Aufführung musste abgebrochen werden. Erst 1952 wurde das Stück vollständig aufgeführt.
Von 1915 bis 1918 diente Berg in der österreichischen Armee. Schon 1915 begann er an seiner ersten Oper Wozzeck zu arbeiten, deren Textfassung er, in enger Anlehnung an Georg Büchners Drama Woyzeck, 1917 abschloss. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte er nach Wien zurück und gab Musikunterricht. Außerdem unterstützte er Schönberg in der Leitung des Vereins für musikalische Privataufführungen.
Luciano Berio
wurde in einer musikalischen Familie in der ligurischen Küstenstadt Oneglia geboren. Sowohl sein Vater als auch sein Großvater waren beide Organisten und lehrten ihn dasKlavierspiel . Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Armee eingezogen, verletzte sich aber bereits am ersten Tag mit einem Gewehr die Hand. Er verbrachte einige Zeit in einem Militärkrankenhaus und floh schließlich, um sich einer Widerstandsgruppe anzuschließen.
Nach dem Krieg studierte Berio am Mailänder Konservatorium bei Giulo Cesare Paribeni und Giorgio Federico Ghedini. Durch die verletzte Hand am Klavierspiel gehindert, konzentrierte er sich auf die Komposition. 1947 fand die erste öffentliche Aufführung eines seiner Werke statt, einer Suite für Klavier.
Zu dieser Zeit verdiente Berio seinen Lebensunterhalt mit der Begleitung von Gesangsklassen; dabei lernte er die amerikanische Sopranistin Cathy Berberian kennen. Sie heirateten kurz nach seinem Universitätsabschluss 1950 (die Ehe wurde 1964 geschieden).
1951 ging Berio in die USA um in Tangelwood bei Luigi Dallapicola zu studieren, der sein Interesse an serieller Musik weckte. Bruno Maderna brachte ihn zu den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik , die er von 1954 bis 1959 besuchte. Dort lernte er Karleinz Stockhausen, György Ligeti er Pierre Boulez, und Mauricio Kagel kennen. Er begann sich fürelektronische Musik zu interessieren und gründete 1955 mit Bruno Maderna in Mailand das Studio di Fonologia Musicale , ein Studio für elektronische Musik. Er lud eine Reihe bedeutender Komponisten ein, hier zu arbeiten, darunter Henri Pousseur und Jonhn Cage. Darüber hinaus gab er eine Zeitschrift für elektronische Musik heraus, die Incontri Musicali. 1960 kehrte Berio als "Composer in Residence" nach Tanglewood zurück und übernahm 1962 auf Einladung von Darius Milhaudeine Dozentenstelle am Mills College in Oakland (Kalifornien). 1965 begann er, an der Juilliard School zu unterrichten, wo er das Juilliard Ensemble gründete, das sich der Aufführung zeitgenössische Musik widmet. Im gleichen Jahr heiratete er zum zweiten Mal. Währenddessen arbeitete Berio stetig an seinen Kompositionen. 1966 gewann er den Prix Italia für Laborintus II, 1968 wurde mit großem Erfolg sein wohl bekanntestes Werk, die Sinfonia aufgeführt.
1972 kehrte Berio wieder nach Italien zurück. Von 1974 bis 1980 war er Direktor der Abteilung für Elektroakustik am IRCAM in Paris. 1977 heiratete er zum dritten Mal (seine zweite Ehe war 1971 geschieden worden). 1987 gründete er in Florenz das Centro Tempo Reale, ein Zentrum mit ähnlicher Ausrichtung wie das IRCAM.
Von 1994 bis 2000 war er "Distinguished Composer in Residence" in Harvad. Er komponierte bis an sein Lebensende.
Luciano Berio starb 2003 in Rom.
Alberto C. Bernal
1978 in Madrid geboren. Klavier-, Musiktheorie- und Kompositionstudien
in Madrid und Salamanca, sowie Jazzunterricht. Fortsetzung des
Kompositionsstudiums an der Freiburger Musikhoschule bei Mathias
Spahlinger, Elektronische Musik bei Mesías Maiguashca und Orm
Finnendahl; Tätigkeit als Tutor des Studio für Elektronische Musik der
gleichen Musikhochschule. Regelmässige aktive Teilnahme an den
Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, als Komponist,
Performer und Vorträger. Während 2005-06, als Stipendiat des spanischen
Kultusministerium, macht er einen Aufenhalt im Elektronischen Studio der
TU-Berlin; in der gleichen Stadt nimmt er auch Unterricht bei dem
Komponisten Peter Ablinger.
Neben seiner klassischen Ausbildung interessiert sich er auch für
andere Art von musikalischen Herangehungsweisen, die ihn zum Bereich von
Jazz, freie Improvisation, und andere Behandlungen, die die notationelle
Praxis überschreiten, führen. Er ist aktiv als Perfomer in verschiedenen
Improvisationsprojekten; seit 2003 arbeitet er zusammen mit den
Komponisten Johannes Kreidler und Joao Pais im Projekt Endphasen, eine
Art von Work/Improvisation in Progress für Computer und traditionelle
Instrumenten. Parallel studiert er auch Philosophie an der spanischen
Fernuniversität
Stipendiat der Alexander von Humboldt, DAAD und La Caixa Stiftungen,
des Castilla y León-Regierung, des Spanischen Instituts für Musik und
szenische Kunst, der spanischen Botschaft in Oslo und der Stadt
Darmstadt. Preisträger beim Klavierwettbewerb J. Guerrero (Toledo), beim
Raum Klang Klang Raum Kompositionswettbewerb (Darmstadt), von der
Academia Europaea und als Komponist beim Künstlerpreis des
Kultusministeriums Madrids.
Regelmäßige Tätigkeit als Vorträger, Textschreiber und Übersetzer von
Positionen und Aspekten über die Neue Musik (Musiktexte, docenotas,
espacio sonoro, KunstMusik, enrahonar, Parergon, Sibila, Insula...).
Zur Zeit lebt er als Composer in Residence im historischen
Studentenwohnheim in Madrid.
Antoine Beuger
wurde 1955 geboren in den niederlanden, studierte komposition am sweelinck conservatorium amsterdam,
betreut die edition wandelweiser (noten, CD’s, webradio) und verantwortet die konzertreihe KLANGRAUM im kunstraum düsseldorf. lebt in der nähe von düsseldorf
Pierluigi Billone
wurde 1960 in Mailand geboren. Er studierte klassische Gitarre und Komposition in Mailand und (bei Alain Meunier) Kammermusik in Siena. Kompositonsstudien bei Salvatore Sciarrino in Città di Castello schlossen sich an. Von 1985 bis 1991 war Billone Mitarbeiter der Sezione Musica Contemporanea in Mailand. Danach studierte er bei Helmut Lachenmann in Stuttgart. 1992 erhielt Billone den Kompositionspreis der Stadt Stuttgart, 1994/95 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude.
geboren
am
24. Mai 1941 in Berlin, kam 10-jährig nach Köln.
1959-61 nahm er dort (nach
ersten autodidaktischen Versuchen) privaten Kompositionsunterricht bei
Gottfried Michael Koenig. 1959 besuchte er erstmals die
Darmstädter Ferienkurse
und nahm an den Kompositionsseminaren von Boulez, Pousseur und
Stockhausen
teil. 1961 begann er das Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und
Soziologie an der Universität Köln, wo er 1966
promovierte. 1961-63 war er
Mitarbeiter im elektronischen Studio des WDR. Er assistierte 1961 Bruno
Maderna
bei der deutschen Erstaufführung von Luigi Nonos
»Intolleranza«.
Wegen seines Unbehagens an der politischen Lage in der BRD und
angezogen von
der damals sehr aktiven kulturpolitischen Szene in der Hauptstadt der
Niederlande, übersiedelte er 1966 nach Amsterdam, wo er
seither lebt. 1966-68
war er Mitarbeiter im elektronischen Studio (Instituut voor Sonologie)
der
Reichsuniversität Utrecht. (Seine elektronische Arbeit Aspekt
für Tonband,
1966, erhielt 1968 den ersten Preis der V. Biennale de Paris.) Seit
1989 leitet
Boehmer dieses inzwischen in die Königliche Musikhochschule
Den Haag
integrierte Institut.
Als Musikjournalist - er war 1968-73 Musikredakteur der
Wochenzeitschrift Vrij
Nederland - sowie als aktives Mitglied und (1975-79) Vorsitzender des
niederländischen Komponistenverbands (Genootschap van
Nederlandse Componisten)
spielte Boehmer eine wichtige Rolle im niederländischen
Musikleben, indem er
für eine intensivere soziale Verbreitung der neuen Musik und
für die Rechte der
Komponisten eintrat. Seit 1980 ist er Vorstandsmitglied der
niederländischen
Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte BUMA,
seit 1989 Vorsitzender
des Conseil International des Auteurs et Compositeurs de Musique. -
1972 wurde
Boehmer Professor für Musikgeschichte und neuere Musiktheorie,
1986 auch für
elektronische Komposition an der Kgl. Musikhochschule Den Haag.
Mehrfach
leitete er Kompositionskurse im Ausland, u. a. in Brasilien und Uruguay
im
Rahmen der Cursos Latinoamericanos de Musica Contemporánea
(1972; 1973; 1978).
Pierre Boulez
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Earle Brown
wurde am 26. Dezember 1926 in Lunenberg, Massachussetts, geboren. Er studierte Maschinenbau und Mathematik an der Northeastern University, Komposition, Kontrapunkt und Theorie an der Schillinger House School of Music. Seit den 50er Jahren galt Earl Brown als Erneuerer der zeitgenössischen Musik. Seine damalige Beschäftigung mit neuen Notationsformen- und methoden und Aufführungstechniken führte zur Entwicklung grafisch notierter "open form" (offene Form)-Partituren, die Möglichkeiten der Improvisation zulassen, wie z.B. December 1952 (aus seiner Sammelausgabe Folio), Twenty-Five Pages (1953) für ein bis fünfundzwanzig Klaviere, und auch die späteren Orchesterpartituren Available Forms I und II (1961 und 1962).
Seit hatte er sein Konzept der "open form" und neuer Aufführungstechniken weiterentwickelt. Seine Musik wurde direkt durch die bildenden Künste beeinflusst, besonders durch die Arbeiten von Jackson Pollock und Alexander Calder. Außerdem stand Earl Browns Musik in ihrer Konzeption und Realisierung in Verbindung mit dem Werk Robert Rauschenbergs, was beispielsweise die Verwendung von Collage und Juxtaposition betrifft. Earle Brown organisierte "sonic events" und Aufführungen seiner eigenen sowie anderer neuer Kompositionen in Galerien und Museen in den USA wie auch in Europa, wodurch er die Verbindung zwischen zeitgenössischer Musik und bildender Kunst deutlich machte.
Earle Brown arbeitete als Composer-in-residence am California Institute of Arts, an der University of Southern California, an der University of California of Berkeley, Peabody Institute of Music (das ihm 1970 ein Ehrendoktorat verlieh), Rotterdam Arts Council, Konservatorium Basel, Yale University und Indiana University/Bloomington. Er erhielt zahlreiche Preise und Aufträge in den USA und Europa. Einige dieser Auszeichnungen sind: Guggenheim Fellowship, American Academy und National Institute of Arts und Letters Award, Brandeis Creative Arts Award. Er erhielt Stipendien vom National Endowment for the Arts und dem New York Council on the Arts, außerdem Aufträge aus Darmstadt, Paris, Zagreb, London, Rom, Saarbrücken und Venedig.
Earle Brown war auch Composer-in-residence beim Tanglewood und Aspen Musikfestival, nahm an den Diskussionen des National Endowment für das Arts Inter Arts-Programm teil und war Direktor der Fromm Foundation in Harvard. Earl Browns Orchesterwerk Sounder Rounds (1983) wurde vom Saarbrücken Radio Orchester in Auftrag gegeben und erlebte seine Premiere im Mai desselben Jahres. Sein Werk Tracer hatte 1986 Premiere in Buffalo. 1988 war Brown Composer-in-residence an der American Academy in Rom.
1994 war Earle Brown Gastkomponist beim WIEN MODERN Festival in Wien und erster Gastkomponist beim FORMLOS!(?)-Festival in Leipzig im Januar 1995. Zu seinen letzten Werken gehören Tracking Pierrot und Folio II. Folgende CDs sind im Handel erhältlich: CDs mit Hodograph I, Four Systems, Octet, Folio I, Folio II, Music for Cello and Piano (HAT NOW Rec., Schweiz), und mit Corroboree (MODE Rec.).
Earle Brown starb im Alter von 75 Jahren am 2. Juli 2002 in Rye, New York, USA.
C
John Cage
John Cage wurde 1912 in Los Angeles geboren und starb 1992 in New York. Cage studierte Klavier in Detroit, Los Angeles und Paris und Komposition bei Arnold Schönberg und H. Cowell. Er betrachtete Kompositionen als "work in progress", deren Ergebnis durch die Einbeziehung des Zufalls nicht vorhergesehen werden kann. Seine aleatorischen und surrealistischen Experimente haben aber nicht überall Zustimmung gefunden. 1938 erfand er das "prepared piano", dessen Saiten mit Holz, Metall oder Gummiteilen abgedämpft werden. Cage gilt in seinen Kompositionen als Hauptvertreter der experimentellen Musik.
InSun Cho
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D
Claude Debussy
Claude Debussy wurde am 22. August 1862 in Saint-Germain-en-Laye geboren. Schon bald zogen seine Eltern nach Paris, wo er erste Klavierstunden bei einem italienischem Lehrer bekam. 1872 wurde er am Pariser Conservatoire aufgenommen und erhielt Unterricht in den Fächern Klavier und Harmonielehre. Nach der Aufgabe der Virtuosenlaufbahn begann Debussy, sich verstärkt der Komposition zu widmen. In den Jahren 1881 bis 1882 war er Hauspianist bei Nadeschda von Meck, der Förderin Tschaikowskys, die er 1881 und 1882 in Moskau besuchte.
Obwohl Debussy ein recht rebellischer Schüler war und die Konventionen des Conservatoire oft bewusst durchbrach, erhielt er 1883 den 2. Rom-Preis. Der Rom-Preis war ein Kompositions-Stipendium des Pariser Conservatoire, das zu einem dreijährigen Aufenthalt in einer römischen Villa berechtigte. Im Jahre 1884 bekam er den 1. Rom-Preis für die Kantate "L´enfant prodigue" und reiste Anfang 1885 nach Rom. Schon 1887 kehrte er aber aus Unzufriedenheit wieder nach Paris zurück. Es folgten einige Besuche bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth, die Debussy anfangs schwer beeindruckten. Ein anderes, für Debussys musikalische Entwicklung bedeutsames Ereignis war die Weltausstellung in Paris im Jahre 1889. Hier hörte er javanische Gamelanmusik, deren Elemente in einige seiner Werke Eingang fanden.
Ab 1893 begann Debussy die Arbeit an seiner einzigen vollendeten Oper "Pelléas et Melisande", die 1902 uraufgeführt wurde. Weitere wichtige Werke aus dieser Zeit sind das "Prélude à l´après-midi d´un Faune" und die "Nocturnes" für Orchester. In diese Zeit fielen auch verschiedene seelische Krisen, ständige finanzielle Sorgen und Beziehungs-Irrungen und Wirrungen, die vorläufig mit der Heirat mit Lily Texier 1899 endeten. Debussy begann, unter dem Pseudonym Monsieur Croche eine Reihe von kritischen Artikeln zu publizieren und startete ab 1903 eine musikschriftstellerische Tätigkeit.
Zwischen 1903 und 1910 schrieb Debussy einige seiner wichtigsten und populärsten Werke, wie "La Mer" für Orchester, und "Estampes", "Images", "Childrens Corner" sowie den ersten Band der "Préludes" für Klavier. 1908 heiratete er Emma Bardac, mit der er schon seit 1905 eine gemeinsame Tochter mit dem Namen Chouchou hatte. In den folgenden Jahren folgten einige Konzertreisen, unter anderem nach England, Italien und Holland. Die "Préludes Band II", "Images" für Orchester und das Ballett "Jeux" sind Werke aus dieser Zeit. Ab 1915 begann sich ein Krebsleiden bemerkbar zu machen, das Debussy immer mehr schwächte. Er starb am 26. März 1918 in Paris.
E
Franco Evangelisti
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F
Ivan Fedele
Inhalt kommt bald
Dror Feiler
wurde 1951 in Tel Aviv geboren und lebt seit 1973 in Schweden. Zunächst studierte er am Fylkingen Institut für Neue Musik, 1977/78 dann Musikwissenschaft an der Universität in Stockholm und von 1978 bis 1983 Komposition an der Musikakademie in Stockholm bei G. Bucht, S.D. Sandström und Brian Ferneyhough. Seit Mitte der 70er Jahre trat Feiler mit seinen eigenen Improvisationsgruppen Lokomotiv konkret und The too much too soon Orchestra und mit anderen Gruppen u.a. als Saxophon-Solist in zahlreichen Ländern auf. Sein besonderes Anliegen ist die Gleichberechtigung der improvisierten mit der vorab komponierten Musik
Morton Feldman
wurde am 12. Januar 1926 in New York geboren. Im Alter von zwölf Jahren studierte er mit der Busoni-Schülerin Madame Maurina-Press Klavier; ihr verdankt Feldman seine lebhafte Musikalität. Bevor er 1941 bei Wallingford Riegger Komposition zu studieren begann, schrieb er kurze, von Scriabin beeinflusste Klavierstücke. 1944 wurde Stefan Wolpe sein Lehrer; sie verbrachten jedoch sehr viel mehr Zeit mit Diskussionen über Musik. 1949 fand dann die ausschlaggebende Begegnung statt: Feldman traf John Cage, und damit begann eine für die Entwicklung der amerikanischen Musik in den 50er Jahren entscheidende Zusammenarbeit. Cage war es, der Feldman Vertrauen zu seinen eigenen Ideen gab; daraus erwuchsen völlig intuitive Kompositionen. Er arbeitete nie mit irgendwelchen identifizierbaren Systemen, sondern schritt von Augenblick zu Augenblick, von einem Klang zum nächsten. Während der 50er Jahre in New York gehörten zu seinen Freunden die Komponisten Earle Brown und Christian Wolff, die Maler Mark Rothko, Philip Guston, Franz Kline, Jackson Pollock, Robert Rauschenberg und der Pianist David Tudor. Insbesondere die Maler beeinflussten Feldman bei seiner Suche nach einer eigenen, unmittelbaren und greifbaren Klangwelt. Daraus ergaben sich Experimente mit grafischer Notation: Projection 2 gehört zu den frühesten derartigen Partituren. In diesen Werken wählen die Spieler ihre Noten aus vorgegebenen Registern und Zeitstrukturen. Feldman war jedoch mit den Freiheiten, die diese so stark von der Improvisation abhängigen Kompositionen den Interpreten zugestanden, nicht zufrieden und gab zwischen 1953 und 1958 die grafische Notation wieder auf. Doch die genaue Notation, die er in dieser Zeit an deren Stelle setzte, fand er wiederum zu eindimensional, und so kehrte er für zwei Orchesterwerke – Atlantis (1958) und Out of Last Pieces (1969) – zur Grafik zurück. Gleich nach diesen erschien eine Reihe von Instrumentalwerken mit dem Titel Durations, in denen die Tonhöhen genau festgelegt sind, die Interpreten aber gleichzeitig die Freiheit haben, ihre jeweils eigene Dauer – innerhalb eines vorgegebenen Grundzeitmaßes – wählen zu können.
1967 begann die Zusammenarbeit zwischen Feldman und der Universal Edition mit der Veröffentlichung seiner letzen grafisch notierten Partitur In Search of an Orchestration. Es folgte das Werk On Time and the Instrumental Factor (1969), in dem er erneut zur genauen Notation zurückkehrte. Mit Ausnahme von zwei Werken in den frühen 70er Jahren behielt er von nun an die Kontrolle über Tonhöhe, Rhythmus, Dynamik und Dauer bei.
1973 erreichte Feldman eine Anfrage der University of New York in Buffalo, die Edgar Varese-Professur zu übernehmen; er hatte sie für den Rest seines Lebens inne.
Seit den späten 70er Jahren nahmen seine Kompositionen an Länge in einem solche Grade zu, dass das zweite Streichquartett bis zu fünfeinhalb Stunden dauern kann. Es war besonders der Umfang dieser Werke, der zu Kontroversen Anlass gab, doch Feldman war jederzeit glücklich, wenn er versuchen konnte, seine dahinter stehenden Gedanken zu erläutern:
„Meine ganze Generation hielt sich an die 20- bis 25-Minuten-Stücke. Das war unsere Uhr. Wir alle kannten sie und wussten mit dieser Uhr umzugehen. Sobald man aber einsätzige 20-bis 25-Minuten-Stücke hinter sich lässt, entstehen andere Probleme. Bis zu einer Stunde Dauer denkt man über die Form nach, doch nach eineinhalb Stunden zählt der Umfang. Form ist leicht – das ist einfach die Gliederung von Dingen in Teile, doch der Umfang ist eine andere Angelegenheit. Man muss das ganze Stück überblicken – dazu bedarf es einer erhöhten Art der Konzentration. Vorher waren meine Stücke wie Objekte; jetzt sind sie wie sich entwickelnde Dinge.“
Neun einsätzige Kompositionen von Feldman dauern länger als eineinhalb Stunden.
Eines seiner letzen Werke, Palais de Mari (1986), ist mit einer Dauer von zwanzig Minuten für eine späte Komposition ungewöhnlich kurz. Grund dafür war ein Auftrag von Bunita Marcus; für sie sollte er ein Werk schreiben, das alles, was er in den sehr langen Stücken gemacht hatte, zusammenfassen und in ein kürzeres einbringen sollte. Da sie seine Zeitvorstellung kannte, bat sie ihn um ein zehnminütiges Werk, ahnend, dass es wohl die doppelte Länge haben werde.
Im Alter von einundsechzig Jahren starb Morton Feldman am 3. September 1987 in seinem Heim in Buffalo.
Brian
Ferneyhough wurde am 16. Januar 1943 in Coventry, England, geboren.
Er erhielt seine musikalische Ausbildung an der School of Music in
Birmingham
und an der Royal Academy of Music in London. 1968 wurde ihm ein
Mendelssohn-Bartholdy-Stipendium erteilt, das es ihm
ermöglichte, mit seinen
Studien bei Ton de Leeuw in Amsterdam fortzufahren. Im folgenden Jahr
erhielt
er ein Stipendium für das Studium bei Klaus Huber am
Konservatorium in Basel.
Nach Ferneyhoughs Übersiedlung zum europäischen
Festland stieß seine Musik auf
breitere Resonanz. Beim Gaudeamus-Wettbewerb für Komponisten
in Holland 1968
erhielt er einen Preis für seine "Sonaten für
Streichquartett" und
erzielte denselben Erfolg 1969 und 1970 mit "Epicycle" und
"Missa Brevis". Die italienische Abteilung der ISCM sprach
Ferneyhough für "Firecycle Beta" auf dem Wettbewerb von 1972
eine
ehrenvolle Anerkennung (zweiter Platz) aus und gab ihm zwei Jahre
später einen
Sonderpreis für "Time and Motion Study III", das als das beste
Werk
aller Kategorien angesehen wurde.
Ferneyhough unterrichtete Komposition an der Musikhochschule Freiburg,
an der
Civica Scuola di Musica in Mailand, am Königlichen
Konservatorium Den Haag
sowie an der University of California in San Diego. Im Januar 2000
wurde
Ferneyhough Fakultätsmitglied an der Stanford University und
wurde bald darauf
zum William H. Bonsall Professor in Music ernannt.
Studenten aus aller Welt wurden von ihm im Rahmen von Meisterklassen
gefördert,
so etwa bei den zweijährlichen Ferienkursen für Neue
Musik in Darmstadt sowie
bei der Fondation Royaumont bei Paris.
Ferneyhoughs Musik ist weltweit zur Aufführung gebracht worden
und wurde bei
den bedeutendsten europäischen Festivals für
Zeitgenössische Musik vorgestellt.
In neuerer Zeit hat Brian Ferneyhough seine Oper Shadowtime fertig
gestellt,
deren Uraufführung im Mai 2004 bei der Münchener
Biennale einen großen Erfolg
erzielte. Basierend auf Leben und Werk von Walter Benjamin,
erläutert
Shadowtime zentrale Themen des Werkes von Benjamin.
Im Jahr 2007 erhält Ferneyhough einen der bedeutendsten Musikpreise, den Ernst von Siemens Musikpreis.
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G
Vinko Globokar
Vinko
Globokar, geboren 1934 in Anderny, Frankreich, studierte Posaune in
Ljubljana
und von 1955 bis 1959 in Paris. Es folgten Kompositionsstudien bei
René
Leibowitz und Luciano Berio. Von 1968 bis 1976 war er Professor
für Posaune an
der Musikhochschule Köln, von 1976 bis 1979 Direktor der
Abteilung
Instrument/Stimme am IRCAM in Paris, von 1984 bis 1999 Professor
für
Kammermusik in Florenz. Seit seiner Studienzeit arbeitet Globokar als
Komponist, Interpret und Improvisator. Globokar lebt in Berlin, Paris
und Slowenien.
Friedrich Goldmann
geb.
1941 in Siegmar-Schönau, Sachsen
1951-59 Mitglied des Dresdener Kreunzchores
1959-62 Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik Dresden
1959 Besuch der Darmstädter Ferienkurse (Kurs bei Karlheinz
Stockhausen)
1962-64 Meisterschüler bei Rudolf Wagner-Regeny in Berlin
1964-68 Studium der Musikwissenschaft an der
Humboldt-Universität Berlin
1978 Mitglied der Akademie der Künste Berlin
seit 1980 Lehrer für Meisterschüler und zunehmend als
Dirigent international
tätig
seit 1989 ständiger Dirigent des Boris-Blacher-Ensembles
1990-97 Präsident der Deutschen Sektion der IGNM
Seit 1991 Professur für Komposition an der Hochschule der
Künste Berlin.
H
Hauke Harder
geboren 1963 in Heide (Holstein) 1983-1993 Studium der Physik mit Abschluss Promotion, hauptberufliche wissenschaftliche Tätigkeit bis 2000.
1989 Beginn der kompositorischen Arbeit, Privatunterricht bei Wolfgang
von
Schweinitz.
Seit 1994 Arbeiten im Bereich der Klanginstallation.
1989-99 Veranstalter der Reihe ’Gesellschaft für
akustische Lebenshilfe´ (mit
Rainer Grodnick)
Zusammenarbeit
mit bildenden und Videokünstlern
Ausstellungen
und Konzerte im In- und Ausland, u.a. bei den Internationalen
Festivals Neue Musik Rümlingen (Schweiz), Evenings of New Music
(Bratislava), Flandern Musik Festival (Antwerpen), Expozice
Nové Hudby
(Brno)
Michael Hirsch
1958 in München geboren. Lebt seit 1981 in Berlin.
1976 begann seine kompositorische Arbeit., die gelegentlich von Theaterarbeit unterbrochen wurde. Dabei Zusammenarbeit u.a. mit Dieter Schnebel, Josef Anton Riedl und Achim Freyer.
2003/2004 entstand die Kurzoper "La Didone abbandonata" für die "Dresdner Tage für zeitgenössische Musik". Im Jahr 2005 wurde das Musiktheater "Schatten" im Auftrag der "Musica Viva" (Bayrischer Rundfunk), die Kammeroper "Eines schönen Tages" im Auftrag der Staatsoper Hannover, sowie die Kammeroper "Die Klage des Pleberio" in Berlin uraufgeführt. 2006 enstand eine weitere Kurzoper für die "Dresdner Tage für zeitgenössische Musik": "Celestina im Gespräch mit sich selbst". Jüngste Opernproduktion: "Stationendrama" für die Stuttgarter Staatsoper (2007).
Michael Hirsch wurde mit dem Elisabeth-Schneider-Preis für Komposition 2001 und dem Busoni-Kompositionspreis 2005 ausgezeichnet.
Klaus Huber
Inhalt kommt demnächst
Nicolaus A. Huber
geboren 1939 in Passau, begann 1962 bei Franz Xaver Lehner in München Komposition zu studieren, später schloss er Studien bei Günter Bialas und Luigi Nono an sowie gemeinsame Arbeiten mit Joseph Anton Riedl und seinem Ensemble. 1974 konzipierte er die "Tage für Politische Musik" in Bonn. Im selben Jahr wurde Huber Professor für Komposition an der Essener Folkwang-Hochschule. Von 1975 bis 1980 arbeitete er mit Peter Maiwald und einer freien Theatergruppe und tourte mit politischen Revueprogrammen. Nicolaus A. Huber, dessen Kompositionen renommiert und international aufgeführt wurden, erhielt verschiedene Preise, darunter den Kulturpreis für Musik der Stadt München und den Berliner Förderpreis Musik. Seit 1992/93 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und Leipzig.
Heinz Holliger
Inhalt kommt demnächst
Toshio Hosokawa
Inhalt kommt demnächst
I
Gabriel Iranyi
wurde im
rumänischen Klausenburg (Siebenbürgen) geboren. Er
studierte Komposition an der
George Dima Musikakademie in Klausenburg bei Prof. Dr. Sigismund
Todutza (einem
früheren Schüler von Pizetti und Casella). 1971
schließt Iranyi seine Studien
mit dem Master of Arts in Composition ab und erhält eine
Professur für
Kontrapunkt in Jassy (Moldavien) an der George Enesco Musikhochschule.
Von
1977-1981 ist Iranyi Dozent für Formenlehre, Kontrapunkt und
Musiktheorie an
der Rubin Israel Academy of Music der Tel Aviv University. 2000
promoviert er
im Fach Musikwissenschaften. Seitdem hielt er zahlreiche
Vorträge über Neue
Musik und eigene Werke an der New York University, der University of
Wisconsin,
der Musik-Universität Bukarest, der Landesmusikakademie Berlin
und EPTA-Bonn
(European Piano Teachers Association).
Iranyis Werke
wurden mit zahlreichen Kompositionspreisen ausgezeichnet:
Gaudeamus-Preis
1979 (Niederlande), Arthur Rubinstein Kompositionspreis 1979 (Israel),
Erster
Preis Valentino Bucchi Wettbewerb 1980 (Rom), Preis des 11.
Kompositionswettbewerbes im Rahmen des Wiener Sommer-Seminars
für Neue Musik
(Komposition und Interpretation) 2005 und dem Kompositionsauftrag des
Berliner
Senats 2005.
Iranyis
Kompositionen wurden anlässlich international namhafter
Musikfestivals
aufgeführt, wie etwa: Gaudeamus Musik Week Amsterdam,
Steirischer Herbst in
Graz, Tage für Neue Musik Karlsruhe, IGNM Festival 1980 in
Israel u. IGNM Festival
1986 in Holland; UNESCO Rostrum 1986 u. 1999 in Paris; Israel Festival
1986,
Tage der Neuen Musik Würzburg 1997, Sacred Meets Secular
Wisconsin (USA), Music
Now and From Almost Yesterday (Milwaukee, Wisconsin/USA), Ultraschall
Festival
des Deutschland-Radio und Rundfunk Berlin-Brandenburg 2001;
Intersonanzen
Potsdam 2002, bei der Internationalen Woche der neuen Musik in
Bukarest, 2002,
2003, 2004, 2005, 2007 und young-euro-classic
in Berlin 2003.
J
Jamilja Jazylbekova
Inhalt kommt demnächst
Sven-Ake Johansson
Geb. 1943 in Mariestad (Schweden)
Komponist und Musiker, Poet und bildender Künstler, Autor und Initiator verschiedener Musikproduktionen, darunter „Die Harke und der Spaten" „Ueber Ursache und Wirkung der Meinungsverschiedenheiten beim Turmbau zu Babel" (zusammen mit Alexander von Schilppenbach).
Zahlreiche Ausstellungen, Buchpublikationen und nahezu 40 Platten-und CD-Einspielungen. Er war stilbildend innerhalb der freien europäischen Improvisationsmusik. Zusammen mit Alexander von Schlippenbach, Peter Kowald und Peter Brötzmann entwickelte er in den 60er Jahren eine europäische Version von Freejazz.
Langjährige Zusammenarbeit mit Manfred Schoof, Schlippenbach, Rüdiger Carl und Hans Reichel. Am bekanntesten ist er als virtuoser Schlagzeuger, aber er tritt auch als Sänger mit frei improvisierten Stücken auf.
Kompositionen u. a.: "Seewetter 69" (Radiohörstück im
Auftrag von
Deutschlandradio, 2001), sowie "Polis, Wachs und Pomade"
(Kammerstück für
Streicher, Bläser und Stimme), Kompositionsauftrag des SWR,
Uraufführung:
Donaueschinger Musiktage, 20.10.2001.
"MM" schäumend, 2003, Stereo für 8, 2005
1939 in Colorado geboren, wurde von der Yale
Universität diplomiert, und studierte später Komposition bei Morton Feldman.
Nach 15 Jahren in New York, übersiedelte er nach Paris, wo er seit 1983 wohnt.
Er wird als Minimalist betrachtet, weil er meistens mit einfachen Formen,
kleinen Tonlagen und mit allgemein begrenzten Material arbeitet, aber er geht
logischer als andere Mimimalisten vor, oft Formeln, Permutationen, und
voraus-sehbare Reihen benutzend.
Tom Johnson ist bekannt für seine Opern. Seit 25 Jahre wird Die Vierton Oper oft in vielen Länder inszeniert. Seit der Uraufführung in 1988 in Bremen wird die Riemannoper mehr als 20 mal im deutschsprachigen Raum inszeniert. Bekannte nicht-operatische Werke sind, zum Beispiel, Formulas for String Quartet, Narayanas Kühe, und Failing: a very difficult piece for solo string bass.
Das grösste Werk Tom Johnsons, das Bonhoeffer Oratorium, ein zwei
Stunden langes Werk auf Deutsch für Orchester, Chor, und Solisten, mit Text von
dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, wurde 1996 in Maastricht uraufgeführt und
später auch in Berlin und in New York aufgeführt.
Tom Johnson hat auch mehrere musikalische Hörspiele geschrieben: J'entends un
choeur (eine Bestellung von Radio France, 1993), Music and Questions (auch als
CD beim Australian Broadcasting Company verfügbar) und Die Melodiemaschinen (in
Januar 1996 über WDR III uraufgeführt).
CDs mit Werke des Komponists
sind Musique pour 88 (XI,1992), An Hour for Piano (Lovely Music LCD 1081), und
der Chord Catalogue (XI, 1999).
The Voice of New Music, eine Sammlung Village Voice
Rezensionen, wurde von Apollohuis verlegt.
Ein theoretisches Buch, Self-Similar Melodies liegt seit 1996 im Katalog
Editions 75 und Two-Eighteen Press.
Grösse neuere Stücke sind Organ and Silence, und Tilework (siehe
www.tom.johnson.org)
Johnson hat den französisches Preis (Victoires de la musique) gewonnen für das
beste neue Stück im Jahr 2000, für seine Kientzy Loops.
2001 war er verantwortlich für eine Austellung Música silenciosa im Museo Reina
Sofia in Madrid.
K
Georg Katzer
Inhalt kommt demnächst
Juliane Klein
Inhalt kommt demnächst
Ernst Krenek
Geboren1900 in Wien; gestorben 1991 in Palm Springs,Kalifornien) war ein österreichischer Komponist tschechischer Abstammung.
Ernst Krenek, Sohn eines Offiziers, begann bereits im Alter von 16 Jahren sein Kompositionsstudium bei Franz Schreker in Wien. Nach seinem Militärdienst und einem zweisemestrigen Philosophiestudium folgte er seinem Lehrer 1920 nach Berlin, wo er bald im Kreise bedeutender Musiker wie Ferruccio Busoni, Hermann Scherchen und Eduard Erdmann verkehrte. Seine frühesten Werke sind in freier, sehr individueller Atonalität geschrieben, so die komische Oper Der Sprung über den Schatten.
Nach einem zweijährigen Aufenthalt in der Schweiz (ab 1923) reiste Krenek nach Paris. Unter dem Einfluss Strawinskys und des französischen Neoklassizismus veränderte sich sein Kompositionsstil zum Eingängigeren und Unterhaltsameren. In Verbindung mit seiner Tätigkeit (1925-27) als Assistent von Paul Bekker, dem Intendanten der Staatsoper Kassel, entstand so sein größter Publikumserfolg, die 1927 in Leipzig uraufgeführte so genannte „Jazz-Oper“ Jonny spielt auf. Sie war eine der meistgespielten Opern der zwanziger Jahre und brachte ihm internationale Anerkennung.
Nach der Scheidung von seiner ersten Frau Anna Mahler, der Tochter Gustav Mahlers (Heirat 1924), heiratete Krenek die bekannte Schauspielerin Berta Hermann und kehrte nach Wien zurück. Wieder wandelte sich sein Kompositionsstil; nach einer intensiven Beschäftigung mit der Musik Schuberts begann seine neoromantische Phase, die ihren Höhepunkt in der Oper Das Leben des Orest und dem Liederzyklus Reisebuch aus den österreichischen Alpen (beide 1929) fand. Doch schon im gleichen Jahr begann seine Auseinandersetzung mit der Zwölftontechnik Arnold Schönbergs, die in den folgenden Jahren sein Schaffen bestimmte.
Spätestens seit der Oper Jonny spielt auf war Krenek für die Nationalsozialisten ein „Kulturbolschewist“, und nach ihrer Machtübernahme 1933 wurden seine Werke im Deutschen Reich verboten. Als Reaktion auf den um sich greifenden Faschismus bekannte sich der Komponist zum Katholizismus und schrieb aus dieser Haltung seine beeindruckende Zwölfton-Oper Karl V., deren Uraufführung in Wien 1934 dann auch verhindert wurde und die erst 1938 in Prag stattfand.
1937 reiste Krenek das erste Mal in die Vereinigten Staaten, in die er 1938, nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, emigrierte. Hier begann er eine intensive Lehrtätigkeit, zuerst ab 1939 am Vassar College in Poughkeepsie, New York, von 1942 bis 1947 dann an der School of Fine Arts der Hamline University in St. Paul, Minnesota. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Von 1947 bis 1966 lebte er in Los Angeles und hielt Gastvorlesungen an verschiedenen Universitäten. 1950 heiratete er seine dritte Frau, die Komponistin Gladys Nordenstrom. Zu den wichtigsten Werke dieser Jahre gehören das Chorwerk Lamentatio Jeremiae prophetae (1941) und die Oper Pallas Athene weint (1955).
Ungebrochen war weiterhin die Experimentierfreudigkeit Kreneks. Ab 1956 beschäftigte er sich mit der seriellen Musik, so in dem Pfingstoratorium Spiritus intelligentiae sanctus, und in den sechziger Jahren fand auch die elektronische Musik Einzug in sein Schaffen. 1966 zog er nach Palm Springs, doch längst war er auch wieder in Europa als Interpret seiner Werke tätig. Bis in seine letzten Lebensjahre komponierte er unermüdlich und erreichte die stolze Zahl von 242 Opusnummern. Sein immenses Schaffen umfasst fast alle Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts, und, ähnlich wie Strawinsky, erreichte er in jedem Stil eine außerordentliche Meisterschaft.
1966 wurde Krenek mit dem Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg ausgezeichnet.
Hideki Kozakura
Geboren
in
Japan. Studium und Bachelor –(1996) und Master-Abschluss
(1999) an der Tokyo University of Fine Arts and Music unter der Leitung
von Akira Miyosi und Teruyuki Noda 2004, weiterer
Master-Abschluss an der Musikhochschule in Stockholm unter der Leitung
von Pär Lindgren, Bent Sørensen und Örjan Sandred
(Elektroakustische Musik)
1995 Preis beim Japan Symphonic Competition
1997 zweiter Platz beim ersten Takemitsu International Composition
Competition (ein erster Platz wurde nicht vergeben) 2000 Preis der
darstellenden Künste der japanischen Agentur für kulturelle
Angelegenheiten 2006 Kompositionsstipendium für
zeitgenössische Musik des Berliner Senats Radioübertragungen
und Aufführungen seiner Werke (Orchester-, Kammermusik und
elektronische Werke) imIn-und Ausland. Mitglied des FST (Society of
Swedish Composers) und Leiter der Nuovo Virtuoso
(Komponistengruppe für Neue Musik, die Konzerte in Japan mit
herausragenden Musiker teils auch aus dem Ausland organisier
L
Helmut Lachenmann
Inhalt kommt demnächst
Bernhard Lang
geb. 24.2.1957 in Linz
Schulbesuch
und
Musikstudium am Brucknerkonservatorium, Linz.
Ab 1975 Studium in Graz:
Philosophie und Germanistik, Jazztheorie, Klavier, Harmonielehre und
Komposition
1977-1981
Arbeit mit div.
Jazzgruppen als Komponist, Arrangeur und Pianist.
Auseinandersetzung mit Elektronischer Musik und Computertechnologie,
am IEM Graz
Entwicklung der Software CADMUS in C++ (Entwicklungsumgebung
für
Computergestützte Komposition
ab 2003 a.o.Prof. für Komposition an der
Kunstuniversität Graz
Juli 2004 bis März 2005 Stipendiat des Internationalen
Künstlerhauses Villa
Concordia in Bamberg
Juni 2007: Arbeitsaufenthalt im Künstleratelier, Thomas
Bernhard Archiv,
Gmunden
2007/08 'composer in residence', Theater Basel
Teilnahme
am Steirischen
Herbst 1984, 1988, 1991, 1995,1999 und 2003 ('Das Theater der
Wiederholungen',
Musiktheater, U.A. Graz 4. Okt. 2003. Paris Opera de la Bastille 2006)
Moskau Alternativa Festival, Moskau Modern, 'resistance fluctuations'
Los
Angeles 1998, Tage Absoluter Musik Allentsteig I und II, Klangarten ,
Herbstfestival 98 Lissabon, Wien Modern, Münchner
Opernfestspiele, Darmstädter
Ferienkurse, Donaueschinger Musiktage, Salzburger Festspiele,
Disturbances
(Musiktheaterworkshop Kopenhagen 2003), Wittener Tage für Neue
Kammermusik
u.v.a.
Remix
Projekt 'Black
Friday' mit Christian Fennesz, Christoph Kurzmann, Dieter Kovacic.
Remix Projekt 'SWR new jazz meeting' mit Steve Lacy, Phil Jeck u.a.
Entwicklung des Loop-Generators 'Looping Tom' (PD-Programm) in
Zusammenarbeit
mit dem IEM Graz.
Entwicklung des VLG (visual loop generators) mit Winfried Ritsch am IEM
Graz.
Hörspielmusik:
'Der Himmel
ist Bodenlos' (Wien 2001)
Theatermusik : 'Der Blutige Ernst' (Burgtheater Wien 2001)
2006 zentraler Komponist bei Wien Modern.
Seit
2003 intensive
Beschäftigung mit Tanz, Zusammenarbeit mit Xavier Le Roy,
Willi Dorner,
Christine Gaigg.
Tanztheater: Christine Gaigg TRIKE 2004-2007
Filmmusik: Norbert Pfaffenbichler 'Notes on Film 2' (2006), Pfaffenbichler/Schreiber 'a1b2c3' (2006)
'MOSAIK MÉCANIQUE' Musik/Installation zu Norbert Paffenbichlers gleichnamigem Film
Klaus Lang
geboren 1971 in Graz. Lebt als Komponist und Konzertorganist in Steirisch Laßnitz und in Berlin.
Seit 2006 Professur an der Musikuniversität in Graz.
Studium von Komposition und Musiktheorie und Orgel an der Musikhochschule
in Graz.
Wichtige Lehrer: Hermann Markus Preßl, Beat Furrer, Younghi Pagh Paan.
Werke für verschiedenste Besetzungen.
Aufträge verschiedener internationaler Festivals:
steirischer herbst graz, wien modern, eclat stuttgart, maerzmusik berlin,
lucerne festival, wittener tage für neue kammermusik, musiktriennale köln,
darmstädter ferienkurse, klangspuren schwaz, osterfestival innsbruck,
tage zeitgemäßer musik bludenz, musikmonat basel, takefu festival (Japan)....
Aufgeführt durch klangforum wien, arditti quartet, ensemble intercontemporain,
ensemble die reihe, swr-chor, wdr-chor, studio percussion graz, hr-orchester,
rsb-orchester, recreation orchester, tehran symphony orchestra...
Musiktheaterarbeiten:
stimme allein (Oper Bonn)
önigin ök (Oper Bonn)
handschuh des immanuel (Hörtheater für den Aachener Dom)
kirschblüten. ohr. (hebbeltheater berlin)
die perser. (Theater Aachen)
zwei etagen. keine treppe. (hebbel theater berlin)
fichten. (steirischer herbst 2006)
vom mond. (Landestheater Innsbruck 2007)
Konzerte als Organist mit alter, neuer und improvisierter Musik.
CDs Edition RZ:
trauermusiken (amras quartet)
die überwinterung der mollusken (klangforum wien)
lichtgeschwindigkeit (Duoimprovisationen mit Werner Dafeldecker)
sei jaku für streichquartet (arditti quartet)
missa beati pauperes spiritu
einfalt. stille.
Veröffentlichungen:
Zahlreiche Artikel für Zeitschriften (positionen, kunstmusik),
einen Artikel für das Grove Musiklexikon
und eine umfangreiche Arbeit über historische Stimmungssysteme.
("Auf Wohlklangswellen durch der Töne Meer")
Alvin Lucier
wurde 1931 in Nashua/New Hampshire geboren. Er studierte an den Universitäten von Yale (New Haven) und Brandeis (Boston), u.a. bei Irving Fein. Zusätzlich war er Schüler von Quincy Porter und (am Berkshire Music Center) von Aron Copland und Lucas Foss. 1963 leitete er die Chorale Union an der Brandeis University, 1966 gründete er mit anderen die Sonic Arts Union. Seit 1969 lehrt er an der Wesleyan University in Middletown/Connecticut und erhielt verschiedene Stipendien (u.a. durch die Rockefeller Foundation). Lucier, der von 1972 bis 1977 musikalischer Leiter der Dance Company von Viola Farber war, arbeitete auch mit anderen Tanzensembles zusammen und schrieb beispielsweise für Merce Cunningham mehrere Auftragswerke. Seit einigen Jahren befaßt sich Lucier verstärkt mit Möglichkeiten der Klanginstallation. 1995 publizierte er die theoretische Schrift Reflections.
M
Dieter Mack
Inhalt kommt demnächst
Michael Maierhof
studierte Musik und Mathematik in Kassel sowie Philosophie und Kunstgeschichte in Hamburg.1988 erste Kompositionen. Seit 1990 liegt der Schwerpunkt bei der raumbezogenen Musik für Ensembles unterschiedlicher Besetzungen, der Entwicklung einer Präparations- sowie Untertontechnik für Streichinstrumente sowie Forschungen über das Kreisen.
Verschiedene Stipendien, darunter 1998 für die Cité Internationale des Arts, Paris. Auswahl der deutschen Gesellschaft für Neue Musik für die Weltmusiktage 1998, 1999 und 2000. 1998 und 2000 Aufführungen/Uraufführungen bei den Darmstädter Ferienkursen. Lectures am Trinity-College/Dublin, der Musikhochschule Stuttgart, am Mozarteum in Salzburg, am California Arts Institute in Los Angeles, am Centre for Contemporary Music in Dublin, am Central Conservatory of Music in Beijing/China
Aufführungen in 2004/2005:
Hamburg, Stanford, Berlin (BKA), Freiburg/Br., Köln (DLF), Stuttgart (Musikhochschule), Chicago (Northwestern University, Renaissance Society), Bremen (Neues Museum Weserburg), Berlin (Festival Inventionen 2004, Sophiensaele), Wien (Klangforum), Stuttgart (suono mobile), Gent (Logos Foundation), Bremen (pgnm-Festival), Stockholm, Amsterdam, Groningen, Leuwen, Luovain-la Neuve, Rotterdam, Tilburg, Enschede, Barcelona, Baar, Luzern, Winterthur, Zürich, Münster, Hannover, Hamburg, Wuppertal, Dresden
2006
Stuttgart (Portrait-Konzert mit SUONO MOBILE), Luxemburg (Portrait-Konzert, Philharmonie), Babelom/Belgien (Ensemble ICTUS), Hamburg (Westwerk), Heidelberg (Museum Prinzhorn), Hamburg (opera stabile, ensemble Intégrales), TU Berlin, Wakkerzeel/Belgien (ICTUS), Freiburg/Br. (SUONO MOBILE), Manchester (Rhodri Davies), World Music Days Stuttgart, Berlin (Ensemble Mosaik), Dublin (National Concert Hall), Gaeku/Kore
Arne Mallnäs
Inhalt kommt demnächst
Philippe Manoury
Bunita Marcus
Inhalt kommt demnächst
Marcos Mesquita
Brasilianischer Komponist, Arrangeur und Flötist, geboren 1959. Erste musikalische Ausbildung an der Pró-Arte in Rio de Janeiro mit Esther Scliar und Hans-Joachim Koellreutter (Tonsatz), Elza Schachter und Estela Caldi (Klavier), Odette Ernest Dias und Norton Morozowicz (Flöte) und Homero de Magalhães (Kammermusik).
Nach dem Kompositionsstudium an der Musikhochschule der Staatsuniversität Rio de Janeiro und dem Abschluss in der Klasse von Hans-Joachim Koellreutter an der Kunsthochschule São Paulo (Fap-Arte) ging er nach Europa, wo er Tonsatz bei Friedrich Neumann an der Musikhochschule Wien und, als Stipendiat des DAAD, Komposition bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule Stuttgart studierte. Zurück nach Brasilien absolvierte er den Magisterkurs mit Prädikat summa cum laude am Kunstinstitut der Landesuniversität Campinas (Unicamp, São Paulo).
In seiner Heimat erwarb er sich neun ersten Preise sowie weitere fünf Auszeichnungen in Kompositions-, Aufführungs- und Arrangementwettbewerben. Auftragswerke schrieb er für Vitæ São Paulo (Trilogie von klanglichen Chroniken) und RIOARTE Rio de Janeiro (Trilogie von klanglichen Parks).
Seit April 2002 ist er Doktorand bei Prof. Dr. Siegfried Schmalzriedt am Institut für Musikwissenschaft der Universität Karlsruhe, seit Oktober 2003 mit Stipendium Capes/DAAD.
Inhalt kommt demnächst
Komponist und Klangkünstler. Seit 1990 intensive Auseinandersetzung mit Stimmungssystemen. Elektronische Musik und Werke für Instrumente und Live-Elektronik.
Inhalt kommt demnächst
N
Chris Newman
wurde 1958 in London geboren. Von 1976 bis 1979 besuchte er das King’s College London und schloss seine Studien mit dem Bachelor of Music ab. Während dieser Zeit traf er Eugene Dubnov und begann, russische Gedichte (Mandelstam, Chlebnikov) ins Englische zu übersetzen - der Übersetzungsvorgang von einem Medium ins andere sollte für seine weitere Arbeit bestimmend werden. Ab 1979 schrieb er eigene Gedichte. 1980 zog Newman nach Köln, um bei Mauricio Kagel zu studieren. 1983 war er Mitbegründer der Rockgruppe "Janet Smith". Erste Konzerte und Performances. ICA London, TAT Frankfurt, Kunstverein Köln, Cooper Union New York. 1989 begann Chris Newman zu malen, dann entstanden Installationen, die Arbeiten in zwei verschiedenen Medien kombinierten (installierte Konzerte / Live-Installationen); sie waren u.a. im Kunstverein Düsseldorf, im Hamburger Bahnhof Berlin, Diözesan Museum Köln, bei den Donaueschinger Musiktagen, Limelight Kortrjk, im Straßburger Museum für zeitgenössische Kunst, Arp Museum Rolandseck und im Goethe Institut Budapest zu sehen. Bei internationalen Festivals und in renommierten Ausstellungsräumen wurden zugleich auch ein-mediale Präsentationen gezeigt. Newman veröffentlichte zahlreiche Bücher und einige CDs. Nach einer Anfangsphase in Köln lebte er in Paris, London, wieder Köln und jetzt in Berlin. 2001/02 lehrte er als Professor an der Kunstakademie in Stuttgart.
Emmanuell Nunes
Inhalt kommt demnächst
O
Samir Odeh-Tamimi
Geboren am 1970 in Jaljuliya (bei Tel Aviv). Der palästinensisch-israelische Komponist spielte 1984-1989 als Keyboarder und Schlagzeuger mit verschiedenen namhaften Ensembles im Bereich traditioneller arabischer Musik.
1992-1996 Studium der Musikwissenschaft an der Kieler
Christian-Albrechts-Universität
1997-2000 Studium bei Younghi Pagh-Paan (Komposition) und Günter Steinke
(Werkanalyse) an der Hochschule für Künste Bremen
1999-2000 Stipendium der Arab Student Aid International Foundation
2002 Stipendium des DAAD der Hochschule für Künste Bremen; Einladung zum
Festival der pgnm bremen 2002 (zwei
Uraufführungen)
2004 Einladung nach Israel für ein Konzert des Israelischen Kammerorchesters, Ltg. Noam Sheriff
Zusammenarbeit mit dem Aquarius Ensemble Tel Aviv, dem Trio Viaggio, dem Ensemble Phoenix Basel, dem Ensemble Resonanz, dem Ensemble Aventure, dem Ensemble Linea Strasbourg, dem Ensemble UnitedBerlin, den Bochumer Sinfonikern, dem Ensemble Avantage sowie der Cellistin Ulrike Brand, den Akkordeonisten Margit Kern, Teodoro Anzellotti und dem Kontrabassisten Stefano Scodanibbio. Seit längerer Zeit intensive Beschäftigung mit Koranrezitation und im Islam verwurzelten Ritualen. Lebt als freischaffender Komponist in Berlin.
Christoph Ogiermann
Geboren 1967. Beginnt 1990 auf Anregung von Erwin Koch-Raphael zu komponieren, schreibt seither Musik. Mitarbeit bei Tanz- und Theaterprojekten in Bremen, Berlin und Düsseldorf. Tätigkeit als Rezitator, Sänger; Geiger und Pianist in den Bereichen Freie Improvisation und europäische Kunstmusiken.
Abschluss des Kompositionsstudiums an der Hochschule für Künste Bremen bei Younghi Pagh-Paan im Winter 1999/2000. Weitere wichtige musikalische und philosophische Studien bei Nicolas Schalz und Georges Nicolas Wolff.
Stipendiat
der Künstlerhäuser Worpswede
Winter 1999/2000 Aufenthalt im Archivio Luigi Nono/Venedig
2002 Gastdozent für Komposition und Improvisation in
Pitea/Schweden
Gastkomponist am Institut für Elektronische Musik und Akustik
Graz
Gastkomponist am Studio für Elektronische Musik der
Technischen Universität
Berlin
2004 Stipendiat der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR
Kurator der Reihe für Elektronische Musik (REM) im Neuen
Museum
Weserburg-Museum für Gegenwartskunst, Bremen
P
Younghi Pagh-Paan
wurde 1945 in Cheongju, Süd-Korea, geboren. Von 1965 bis 1971 studierte sie an der Seoul National University, bis sie durch ein Stipendium des DAAD nach Deutschland kam. An der Musikhochschule Freiburg i. Br. studierte Younghi Pagh-Paan ab 1974 bei Klaus Huber (Komposition), Brian Ferneyhough (Analyse), Peter Förtig (Musiktheorie) und Edith Picht-Axenfeld (Klavier) und schloß ihr Studium 1979 ab.
International bekannt machte sie die Aufführung ihres Orchesterwerkes SORI bei den Donaueschinger Musiktagen 1980.
Ihre
Werke,
die das Wesen koreanischer Musikkultur mittels differenzierter
westlicher
Kompositionstechniken zu erneuern trachten, weckten wachsendes
Interesse bei
den wichtigsten Festivals Neuer Musik und in Konzertveranstaltungen in
ganz
Europa.
Für ihr Schaffen erhielt Younghi Pagh-Paan mehrere
internationale
Auszeichnungen:
1978
den 1.
Preis beim 5. Komponistenseminar in Boswil (Schweiz),
1979 den 1. Preis beim Rostrum of Composers (Unesco, Paris) sowie den
Nan-Pa-Musikpreis in Korea und 1980 den 1. Preis der Stadt Stuttgart.
1980/81 war sie Stipendiatin der Heinrich-Strobel-Stiftung des
Südwestfunks und
1985 Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg.
1995 wurde ihr der Heidelberger Künstlerinnenpreis verliehen.
Nach Gastprofessuren an den Musikhochschulen in Graz (1991) und Karlsruhe (1992/93) wurde Younghi Pagh-Paan 1994 als Professorin für Komposition an die Hochschule für Künste Bremen berufen, wo sie das Atelier Neue Musik gründete, das sie seither leitet.
2006 Lifetime Archievement Award der Seoul
National
University.
2007 Order of Civil Merit der Republik Korea (Süd-Korea).
Younghi Pagh-Paan lebt in Bremen und Panicale (Italien).
Michael Pinter
geboren am 29.06.1969 in Graz, Österreich 1982-88 Autodidakt
1989-90 Meisterschule der Malerei in Graz, unterrichtet von Gerhard Lojen seit 1991 Künstler (Maler, Zeichner, Autor, Komponist, Medienkünstler) lebt und arbeitet in Graz/AUT, Zeist/NL und Berlin/DE seit 1996 Schwerpunkt Sound/Video/Computerkunst seit 1999 Vorstandsmitglied des Vereins tonto seit 2001 freier Mitarbeiter und Moderator vom freien Radio Helsinki seit 2002 ordentliches Mitglied vonmur.at 2002 Arbeitsstipendium des Landes Steiermark / Staatsstipendium Holland / Komponistenförderung Österreich / dritter Preis/directors choise für "Teufel Eintritt" beim Black Maria Film Festival New Jersey USA seit 2003 Betreuung des Knoten n21.mur.at 2003 Leitung des Worklabs "Open Source und Multimedia Tools im CC", Graz Österreich / Komponistenförderung Österreich / Medienkunstförderung Österreich / SKE Förderung Österreich / Gründung der Freien Kunstszene Graz 2004 Vorstands- mitglied von IG-Pop und mehr / Gründung von eigenroth-Literatur mit Michael Mastrototaro / Organisation der Rahmenveranstaltungen für OS04 / Organi- sation von der Ersten Internationalen PD-Convention Graz / Medienkunst- förderung der Stadt Graz / Ankaufspreis des Landes Steiermark / verläßt den Verein TONTO 2005 Stimulierungsförderung für bildende Kunst Niederlande / Gründung des Vereins pd-graz und des Labels pd~ zur Förderung von der Open Source Software Pure Data / Organisation der Publikation zur Ersten Internationalen PD-Convention Graz verlegt beim Wolke Verlag / erste Veröffentlichung von pd~ (erster release pd~01 DVD) 2006 Medienkunst- förderung der Stadt Graz / Medienkunstförderung des Landes Steiermark / Organisation und Leitung der sozialen Skulptur "Open Gates", steirisc[her]bst Festivalzentrum Kulturhaus Graz Österreich / Betreuung vom "Open Gates_Forum" unter Zope/plone, mur.at Graz Österreich / Gründung vom Kunstraum "Sumpfhahn" Berlin Deutschland / Betreuung vom "Sumpfhahn_Forum" unter Zope/plone, mur.at Graz Österreich Q
R
Rainer Rubbert
Rainer Rubbert ist 1957 in Erlangen geboren. Seit 1968 hatte er Klavier-unterricht, begann mit 14 Jahren zu komponieren und absolvierte von 1975 bis 1981 ein Kom-positionsstudium an der Hochschule der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Witold Szalonek, das er mit der Staatlichen Reifeprüfung abschloss.In seiner künstlerischen Laufbahn gewann er zahlreiche nationale und internationale Kompositionswettbewerbe und wurde mit einer Reihe von Förderpreisen und Stipendien ausgezeichnet.
1979 erhielt er den “Prix
Marcel Josse” der Assoziation französischer Saxophonisten.
Seine Werke wurden bei Internationalen Festivals aufgeführt (“Internationale
Gaudeamus Musikwoche” Holland 1980 und “Inter-nationales Forum Neue Musik
Warschau” 1985).
1984 war er Preisträger
des Deutsch-Französischen Jugend-werkes und 1985 Preisträger beim “Forum junger
deutscher Komponisten für Orchester-musik”, wobei sein Stück “Bewegungen” vom
Berliner Philharmonischen Orchester aufgeführt wurde.
1986/1987 führte ihn ein
Stipendium der Bundesrepublik Deutschland nach Paris in die Cité Internationale
des Arts.
1988 und 1991 erhielt
Rainer Rubbert Kompositionsstipendien des Berliner Kultursenates.
1989 gewann er mit seinem Bläserquintett “...des lignes raides fuient dans la
nuit” den 2. Preis beim Budapester Internationalen Kompositions-wettbewerb.
1989 gründet er die
Konzert-reihe “Unerhörte Musik” im BKA (Berliner Kabarett Anstalt), eine
wöchentliche Konzertreihe für zeitgenössische Kammermusik, deren Künstlerischer
Leiter er – gemeinsam mit dem Kom-ponisten Martin Daske - seither ist.
1992 wurde ihm der
Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste im Bereich Förderpreis Musik
zuerkannt.
Im Herbst 2002 war er
Stipendiat der Akademie der Künste in der Villa Serpentara in Olévano Romano/Italien.
Von 2001 bis 2003 war
Rainer Rubbert Mitglied im “Rat für die Künste Berlin“.
Portraitkonzerte fanden
1987 in Paris, 2003 in Nürnberg und 2004 in Rom (gemeinsam mit Nicola Sani)
statt.
Im Juni 2007 gewann er mit
seiner Kantate „Aus der Fremde“ den „Carl-von-Ossietzky-Preis“ im
Internationalen Kompositions-wettbewerb des uniChors Oldenburg.
Zurzeit arbeitet Rainer
Rubbert an der Komposition der Oper „Kleist“, einer großen Oper in 5 Akten nach
dem Libretto von Tanja Langer. Dieses Werk wird unter der Regie von Bernd Mottl
in Brandenburg an der Havel am 22. März 2008 zur Uraufführung kommen.Rainer
Rubberts Werke wurden vielfach bei
namhaften deutschen und europäischen Festivals für Neue Musik
aufgeführt:u. a. beim “Budapester
Frühlingsfestival“ 1989, “Rainbow Music Festival
Katovice“ 1989,“Schreyahner Herbst“ 1990,
“International Rostrum of Composers“ Paris 1991,
“INVENTIONEN“ Berlin 1992, “Internationales Festival
der Mozart-Städte“
Salzburg 1992,“Schönberg-Festival Duisburg“ 1993,
“Silesian Art Festival“ 1995, “Audio Art
Festival“ Krakau 1995, “Festival des Musiques
d’aujourd’hui“ Marseille 1995,
“Tage der Neuen Musik“ Würzburg 1997,
“antasten“, Heilbronn 1999, EXPO 2000,
Festival INFront, Aachen 2003, Kryptonale Berlin 2003, Tirana Autumn
2003 sowie bei Konzerten in Brasilien, Kolumbien, China, den USA, Japan und Korea.
Rzewski studierte von 1954 bis 1958 an der Universität in
Cambridge (Mass.) Ein Studium an der Universität in Princetown N.J. schloss
sich an. In den Jahren frühen sechziger Jahren verschlug es ihn nach Köln, und
er gab dort Kurse für Neue Musik. Kontakte pflegte er mit den Komponisten
Boulez, Stockhausen und Cage.
Eine wichtige Station seines Lebens war Rom, wo er mit Gleichgesinnten die Gruppe
"Musica Elettronica Viva" gründete. Diese hatte es sich zur Aufgabe
gemacht, in Gemeinschaftsarbeit musikalische Mixturen mit elektronischen
Klängen, traditionellen Instrumenten und Geräuscherzeugern zur Aufführung zu
bringen. Bekannt geworden aus dieser Zeit ist das Werk "Spacecraft"
(Raumschiff) für verschiedene elektronische Geräuscherzeuger.
Seit 1970 wohnt er in New York. Inspiriert fühlte er sich durch die Musik von Steve
Reich und Philipp Glass. Eine starke Affinität verbindet ihn mit Lateinamerika.
S
Kaija Saariaho
Kaija Saariaho Geboren 1952 in Helsinki ist eine finnische Komponistin.
Saariaho studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki bei dem Avantgardisten Paavo Heininen und gründete mit Magnus Lindberg und anderen die Gruppe Open Ears. Sie setzte ihr Ausbildung dann in Freiburg im Breisgau bei Brian Ferneyhough und Klaus Huber fort, nahm an den Darmstädter Ferienkursen teil und studierte ab 1982 am IRCAM computergestützte Komposition und Arbeit mit dem Tonband und Live-Elektronik.
Es entstanden Kompositionen wie Verblendungen (1984), ein Wechselspiel zwischen Orchester und Tonband sowie Du Cristal (1989) und …à la Fumée (1990) unter Verwendung von Live-Elektronik. Unter dem Einfluss der spectralists, einer französischen Komponistengruppe, deren Kompositionen auf der Computeranalyse des Klangspektrums einzelner Töne auf verschiedenen Instrumenten basieren, wandte sich Saariaho einem Stil zu, der von lang gehaltenen Bassnoten und der Verwendung mikrotonaler Intervalle geprägt ist. In diesem Stil komponierte sie ihr bekanntestes Werk, Graal théâtre für Violine und Orchester (1994-97).
Saariahos Werke wurden bei internationalen Festivals in London (1989), Jakarta (1989), Paris (1989, 1991) und Wien (1993) aufgeführt. Sie erhielt 1986 den Kranichsteiner Preis der Darmstädter Ferienkurse, 1988 den Prix Italia für Stillleben, 1989 den Ars Electronica Prize für Stillleben und Io und 2000 den Nordic Music Prize für Lonh.
1999 dirigierte Kurt Masur mit dem New York Philharmonic Orchestra ihre Komposition Oltra mar für Chor und Orchester. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte Kent Nagano 2000 mit großem Erfolg ihre erste Oper L’Amour de loin (auf ein Libretto von Amin Maalouf nach der Biografie des Troubadours Jaufré Rudel La Vida Breve) auf. 2006 fand die Uraufführung ihrer Oper Adriana Mater an der Opéra Bastille in Paris statt. Für L'Amour de loin wurde Saariaho mit dem Grawemeyer Aw für Musik ausgezeichnet.
Gicacinto Scelsi
geboren am 8.1.1905 in La Spezia, zählt zu den wichtigsten Exponenten der Musik des 20. Jahrhunderts, obwohl er in relativer Zurückgezogenheit und am Rande der offiziellen Musikwelt gewirkt hat.
Früh schon hatte sich seine eminente Begabung als Improvisator
bemerkbar
gemacht, und er begann den traditionellen Weg des Komponisten
einzuschlagen, u.
a. studierte er während der Dreißigerjahre in Wien
beim Schönberg-Schüler Fritz
Klein. Scelsi begann sich schließlich immer mehr von den
Zwängen des
abendländischen Tonsatzdenkens zu entfremden. Er durchlebte
eine persönliche
und geistige Krise, begab sich auf ausgedehnte Reisen durch Afrika und
Asien
und fand schließlich - gestärkt durch Erkenntnisse
der östlichen Philosophie
und Mystik - zu einem neuen Verhältnis zur Musik. Nach der
Mitte des
Jahrhunderts begriff er sich selbst nicht mehr als Komponist, sondern
eher als
eine Art Medium, das über einen geistigen Zugang zu
transzendenten Welten
verfügt.
Er kehrte nach Rom zurück und widmete sich fortan einer Musik,
die über
mikrointervallisches Kreisen, energetisches Strömen in der
Zeit, klangfarbliche
Licht- und Schattenspiele in das Innere des Tones vorstoßen
sollte. Auf immer
neue Weise gelang es ihm mit Werken der verschiedensten Gattungen,
magische
Klangräume aufzutun, das Bewusstsein des Hörers auf
meditative Weise zu
fokusieren.
Dem klassisch-analytischen Zugriff verweigert sich diese Klangesoterik.
Dazu
der Musikologe Karl Dahlhaus: "Man kann Scelsis Musik zwar beschreiben,
sie aber streng genommen nicht analysieren. Kategorien wie Thema und
Entwicklung, Reihe und Ableitung, Harmonie, Rhythmus und sogar
Klangfarbenmelodie versagen auf irritierende Weise angesichts einer
Musik,
deren sinnfälligstes Merkmal ein Gestus der Verweigerung ist."
Freilich, über eine Verweigerung solcher Art wird
sinnfällig, und nicht nur
das, es wird sinnlich erlebbar, dass es Formen musikalischen Erlebens
gibt, die
im Abendland während vieler Jahrhunderte
gewissermaßen systematisch
ausgeblendet worden waren, auch daß es Dimensionen einer
Geistigkeit gibt, die
der westliche Mensch sich erst wieder über die Versenkung in
elementaren Klang,
über Intuition und Augenblickserfahrung erschließen
kann.
Giacinto Scelsi starb am 9.8.1988 in Rom.
Friedrich Schenker
Inhalt kommt demnächst
Dodo Scheilein
Geboren
1968 in München, studierte Kommunikations-Design in München (Diplom 1992) und
Freie Kunst (Diplom mit Auszeichnung 1997) bei Prof. Henning Christiansen an
der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. An der Hamburger Hochschule für
Musik belegte sie Seminare für Komposition und Musiktheorie u.a. bei Prof.
Manfred Stahnke.
Die Stipendien an der "Akademie Schloss Solitude", Stuttgart und im
"Warteck-Gästeatelier, Kaskadenkondensator" in Basel (Schweiz) sowie
ein Workshop mit dem Komponisten Alvin Lucier, gaben ihrer Arbeit entscheidende
Impulse.
2000 porträtierte Susann S. Reck Dodo Schielein für den TV-Sender Arte im
Kurzfilm Drei Sekunden Bach. Der Film wurde mit dem 2.Preis des Vienna
Music Award 2000 ausgezeichnet.
Als Mitbegründerin des "Verband für aktuelle Musik" (seit 2004)
engagiert sie sich, die Infrastruktur der "aktuelle Musik" in Hamburg
zu verbessern. www.vamh.de
2007 wurde eine Gemeinschaftsarbeit mit Susanne Reizlein, für die Ausstellung
"Wasser" im Rahmen des gleichnamigen Kunstpreises ausgewählt.
Auftragskompositionen schriebi m "Warteck-Gästeatelier,
Kaskadenkondensator" in Basel (Schweiz) sowie ein Workshop mit dem
Komponisten Alvin Lucier, gaben ihrer Arbeit entscheidende Impulse.
2000 porträtierte Susann S. Reck Dodo Schielein für den TV-Sender Arte im
Kurzfilm Drei Sekunden Bach. Der Film wurde mit dem 2.Preis des Vienna
Music Award 2000 ausgezeichnet.
Als Mitbegründerin des "Verband für aktuelle Musik" (seit 2004)
engagiert sie sich, die Infrastruktur der "aktuelle Musik" in Hamburg
zu verbessern. www.vamh.de
2007 wurde eine Gemeinschaftsarbeit mit Susanne Reizlein, für die Ausstellung
"Wasser" im Rahmen des gleichnamigen Kunstpreises ausgewählt.
Auftragskompositionen schrieb sie u.a. für die Ensembles "L'art pour
L'art", "Zwischentöne" und "OhTon".
Die Komponistin, Klangkünstlerin und Grafikerin gab Konzerte, zeigte
Ausstellungen und hielt Vorträge u.a. in Berlin, Basel (CH), Darmstadt, Dajeon
(Süd Korea), Hamburg, Karlsruhe, Linz (A), München, New York (USA), Stuttgart
und Ulm.
Urs Peter Schneider
Geboren in Bern. Komponist und Improvisator, Interpret und Pädagoge. 1959 bis 1966 Studium bei Walter Lang und Prof. Bruno Seidlhofer (Klavier), Prof. Sandor Veress und Karlheinz Stockhausen (Komposition) in Bern, Köln und Wien. 1968 Gründung des Ensemble Neue Horizonte Bern (über 800 Konzerte, Radiosendungen, Manifestationen). 1967 bis 2007 insgesamt fünfzehn Tonträger, zum Teil mit Komponierten Programmen. 1983 Grosser Musikpreis des Kantons Bern. 1964 bis 1987 sechs weitere Preise als Pianist und Komponist. Lebt seit 1966 in Biel, wo ihm 2006 der Kulturpreis er Stadt zuerkannt wird. 1955 bis 2004 zwölf Dutzend Kompositionen aller Sparten (über 1000 Aufführungen in ganz Europa, in Amerika und Russland). Professor für Theorie und Ensemble an der Musikhochschule Bern bis 2002. In letzter Zeit vermehrtes Auftreten als Performer, oft mit eigenen Textkompositionen. Spezialist für (vor)klassische und für konzeptuelle Musik.
Cornelius Schwehr
wurde 1953 in Freiburg i.Br. geboren. Zwischen 1970 und 1974 erhielt er Theorie- und Kompositionsunterricht bei Walter Heck, von 1975 bis 1981 studierte er an der Musikhochschule in Freiburg Komposition (bei Klaus Huber), Theorie (bei Peter Förtig) und Gitarre (bei Denise Lavenchy). 1981 bis 1983 schloss er ein Kompositionsstudium bei Helmut Lachenmann an der Musikhochschule in Stuttgart an. Ab 1981 unterrichtete Schwehr an der Freiburger Musikhochschule, zwischen 1986 und 1989 auch an der Musikhochschule in Karlsruhe. Von 1989 bis 1995 war er Lehrer für Musiktheorie und Komposition am Konservatorium/Musikhochschule in Winterthur/Schweiz, seit 1995 lehrt er als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule in Freiburg.
Salvatore Sciarrino
Es ist mir immer ein bisschen peinlich, wenn man mich um ein paar biografische Zeilen bittet. Ich habe jedes Mal den Eindruck, das die andere Seite Gott weiss welche Abenteuer von mir erwartet. Wie kann man die Essenz eines ganzen Lebens in nur ein paar Zeilen pressen? Als Kind bin ich weder von Piraten entführt worden, noch habe ich die Bühnen der Welt erobert (ehrlich habe ich das auch nie erträumt). Dennoch habe ich etwas getan, obwohl ich nicht weiss, ob es wert ist erzählt zu werden: ich habe meine Musik der Banalität meines Lebens und meines Gesichts entgegengestellt; und überhaupt, wie viele Künstler haben sich schon abseits gehalten, um sich ganz ihrer Arbeit zu widmen. Weil ich einer von ihnen werden wollte, habe ich aus der Isolation eine Methode gemacht, die Grossstadt verlassen und den Schatten gesucht. Das ich Autodidakt bin und auf keinem Konservatorium war, erfüllt mich mit Stolz. Und trotzdem habe ich auch Karriere gemacht und könnte hier eine Liste renommierter Preise, Aufführungen, Interpreten oder künftiger Aufträge anführen. Obwohl ich meine Kunst nie Kompromissen unterworfen habe, könnte ich sogar reich sein, hätte ich nicht immer mehr ausgegeben, als ich verdiente. Sonst habe ich nichts zu sagen.
Ich glaube, es geht hier nicht darum, ob jemand mehr oder minder bescheiden sein will: ich weiss, wo ich gescheitert bin und was ich aus dem Nichts erschaffen habe, und meine Leidenschaft für die Musik wächst ständig. Ich denke, das die Zukunft, das Schicksal der Musik, mein Schicksal und das der anderen, dem Wind anvertraut ist. Wenn die Bäume blühen, dann nur, um sich im Frühling aufzulösen.
Salvatore Sciarrino
Der
sizilianische Komponist Salvatore Sciarrino wurde 1947 in Palermo
geboren.
Bereits in sehr jungen Jahren wuchs er als Autodidakt zu einem reifen
Musiker
heran. Im Alter von zwölf Jahren begann er unter der Anleitung
Antonino Titones
zu komponieren. Später studierte er bei Turi Belfiore und
begegnete Franco
Evangelisti. Die erste öffentliche Aufführung eines
seiner Werke fand 1962
während der vierten Internationalen Woche für Neue
Musik in Palermo statt.
Allerdings
betrachtet Sciarrino seine zwischen 1959 und 1965 entstandene Musik als
Zeugnisse
seiner Lehrzeit und damit noch nicht völlig ausgereift. Nach
seinem Abitur am
humanistischen Gymnasium siedelte er zunächst nach Rom, dann
nach Mailand über.
Seit einigen Jahren lebt er in Città di Castello.
Er errang eine ganze Reihe internationaler Kompositionspreise (IGNM
1971,
Taormina 1971, Guido Monaco 1972, Cassadó 1974, IGNM und
Dallapiccola 1974,
Psacaropoulos 1983, Abbiate 1983, Premio Italia 1984). Zwischen 1976
und 1996
unterrichtete er an den Konservatorien von Mailand, Perugia und Florenz
und
leitete Meisterklassen. Von 1978 bis 1980 war er
künstlerischer Leiter des
Teatro Comunale in Bologna.
Er komponierte Werke für die Mailänder Scala, RAI
Radiotelevisione Italiana,
Maggio Musicale Fiorentino, die Biennale von Venedig, das Theater La
Fenice,
das Opernhaus Genua, die Arena di Verona, das Festival delle Nazioni
und, die
Salzburger und die Schwetzinger Festspiele, die Tage für Neue
Kammermusik
Witten, die Donaueschinger Musiktage, für musica viva
München, für Wien Modern,
die Wiener Festwochen, die Berliner Festspiele, die Musikbiennale
Berlin, das
Holland Festival, das Concertgebouw Amsterdam, das London Symphony
Orchestra
und viele andere Musikinstitutionen in Italien und im Ausland.
Mathias Spahlinger
geboren 1944 in Frankfurt a.M., absolvierte zunächst eine Schriftsetzerlehre und studierte dann Klavier und - bei Konrad Lechner - Komposition an der Städtischen Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Zwischen 1973 und 1977 setzte er seine Kompositionsstudien an der Stuttgarter Musikhochschule fort, außerdem war er als Lehrer für Klavier und musikalische Früherziehung an der Stuttgarter Musikschule tätig. Von 1978 bis 1981 war Spahlinger Gastdozent an der Hochschule der Künste Berlin, ab 1982 Lehrbeauftragter, dann Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikhochschule Karlsruhe. Seit 1990 lehrt er als Professor für Komposition an der Freiburger Musikhochschule, wo er auch das Institut für Neue Musik leitet.
Ausgewählte Werke:
passage/paysage für großes Orchester (1990); furioso für Ensemble (1991); nah, getrennt für Altblockflöte (1992); presentimientos. Variationen für Streichorchester (1992); vorschläge. konzepte zur ver(über)flüssigung des komponisten (1992); und als wir für 54 Streicher (1993); off für 6 kleine Trommeln (1993); gegen unendlich für Baßklarinette, Posaune, violoncello und Klavier (1995); über den frühen tod fräuleins anna augusta marggräfin zu baden für 5 Männerstimmen und 5 Posaunen, 3 Frauenstimmen, Oboe, Klarinette und Trompete (1995)
Karlheinz Stockhausen
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Witold Szalonek
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Chiyoko Szlavnics
Inhalt kommt demnächst
T
Toru Takemitsu
wurde am 8.10.1930 in Tokyo geboren. Nach dem Krieg entschloss er sich, Komponist zu werden und begann 1948 bei Yasuji Kiyose Kompositon zu studieren, blieb im Grunde aber Autodidakt. Im Alter von 20 Jahren debütierte er als Komponist mit dem Werk "Lento in Due Movimenti" für Klavier. Schon früh interessierte sich Takemitsu für viele nichtmusikalische Künste wie moderne Malerei, Literatur (insbesondere Dichtung), Theater und Film. Im Jahr 1951 gründete er zusammen mit anderen Komponisten und Künstlern aus den verschiedensten Bereichen die Gruppe "Experimentelle Werkstatt", eine "Mixed-Media-Gruppe", die bald für ihre avantgardistischen multimedialen Aktivitäten bekannt wurde.
Die erste öffentliche Anerkennung als Komponist erhielt Takemitsu Ende der 50er Jahre mit seinem Requiem für Streicher (1957). Takemitsus Interesse an verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen und sein Autodidaktentum waren prägend für seinen avantgardistischen Stil. Er bediente sich schon um 1950 des Tonbandgeräts, um aus "realen" Klängen ("musique concrète") Musik-Collagen zu schaffen (Water Music 1960, Kwaidan 1964). In den frühen 60er Jahren fanden zwei neue Elemente Eingang in Takemitsus Musik: die traditionelle japanische Musik (z.B. November Steps, 1967, für biwa, shakuhachi und Orchester) und die Entdeckung der Natur (z.B. ARC I, 1963, für Orchester, oder A Flock Descends into the Pentagonal Garden, 1977, für Orchester). Auf der Weltausstellung EXPO 1970 in Osaka war er musikalischer Leiter eines Theaterprojekts ("Space Theater of Street Pavillon"). Während die Einflüsse Schönbergs und Bergs in den frühen Werken bemerkbar sind, bildet der französische Kompositionsstil (besonders der Debussys) die Basis vieler folgenden Werke. Takemitsu zeigte ebenfalls Interesse an Jazz, Chanson und Schlager und komponierte als ausgesprochener Film-Fan auch Filmmusik (z.B. Ran, Dodes’ka-Den). Obwohl er sich in den elektronischen Medien und in der Filmmusik zu Hause fühlte, sind seine charakteristischsten Werke jene für Kammerensemble und großes Orchester. Die 12 Songs for Guitar (1977), in die er Arrangements weltbekannter Pop-Klassiker einfügte, zeigen Takemitsus Sympathie für sogenannte Unterhaltungsmusik. Takemitsu konzentrierte sich fast ausschließlich auf Instrumentalmusik. Als Anhänger der "Musique concrète" benutzte er sogar in seinen elektronischen Stücken ausschließlich natürliche Klänge anstelle von elektronisch generierten.
Er lehrte Komposition an der Yale University, wurde von vielen Universitäten in den USA, Kanada und Australien als Dozent oder Composer-in-Residence eingeladen und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen (u.a. den UNESCO-IMC Music Prize 1991 und den University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition im Jahr 1994 für Fantasma/Cantos).
Takemitsu starb am 20.2.1996 in Tokyo. Zum Gedenken an ihn realisierte Peter Mussbach and der Berliner Staatsoper Unter den Linden 2004 das szenische Projekt My Way of Life bestehend aus verschiedenen Kompositionen Takemitsus.
James Tenney
wurde 1934 in Silver City, New Mexico geboren und wuchs in Arizona und Colorado auf, wo er ersten Klavier- und Kompositionsunterricht erhielt. Er studierte an der Universität von Denver und der Julliard School of Music, am Bennington College und an der Universität von Illinois legte er Examen ab. Zu seinen Lehrern gehörten u.a. Eduard Steuermann, Lejaren Hiller, Edgard Varèse, Harry Partch und John Cage. Als ausübender Musiker, als Komponist und Theoretiker war Tenney Mitbegründer und von 1963 bis 1970 Dirigent des Tone Roads Chamber Ensemble in New York City. Er war ein Pionier auf dem Gebiet der elektronischen und der Computer-Musik und arbeitete in den frühen 1960er Jahren u.a. mit Max Mathews in den Bell Telephone Laboratories. Er komponierte sowohl für Instrumente als auch für elektronische Klangerzeuger, häufig unter Verwendung alternativer Stimmungssysteme. Tenney, der auch als Theoretiker und Publizist hervorgetreten ist, erhielt Stipendien und Preise u.a. durch das Ontario Arts Council, das Canada Council, die American Academy and Institute of Arts and Letters und den DAAD. Er unterrichtete u.a. an der York University in Toronto, seit 2000 lehrt er am California Institute of Arts.
Geboren
1966 in Madrid. Sein Studium (Komposition, Klavier und Musiktheorie)
absolvierte er am Real Conservatorio Superior in seiner Heimatstadt:
Komposition bei Durán-Loriga, Martínez Fontana
und Mauricio Sotelo.
Gleichzeitig besuchte er Kurse bei diversen Komponisten: de Pablo,
Nunes,
Sciarrino, Ferneyhough, Grisey, Murail u.a.
Teilnahme an den Internationalen Ferienkurse für neue Musik
Darmstadt. 1995-98
Fortsetzung des Kompositionsstudiums bei Helmut Lachenmann an der
Musikhochschule Stuttgart. 1995-97 Stipendiat der
Alexander-von-Humboldt-Stiftung. 1998 Stipendiat der
Heinrich-Strobel-Stiftung
in Freiburg im Breisgau, dort regelmässige Besuche des
Kompositionsseminars von
Mathias Spahlinger an der Musikhochschule.
Seit September 1999 ist er Dozent für Musiktheorie und
Grundlagen der
Komposition am Konservatorium von Soria (Spanien). Seine Werke wurden
bei
verschiedenen Festivals in Spanien, Deutschland, Österreich,
Italien und
Amerika aufgeführt. Er hat Vorträge, Kurse und
Seminare in Spanien, Deutschland
und Österreich gehalten.
.wurde 1956 in Düsseldorf geboren. Er studierte von 1976 bis 1983 an der Musikhochschule Köln bei Mauricio Kagel Komposition und Neues Musiktheater und bei Christoph Caskel Schlagzeug.Tsangaris erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. durch die Akademie Schloss Solitude; 1997 wurde ihm der Musikförderpreis der Akademie der Künste Berlin verliehen. Er war Composer in Residence in Moskau und Projektleiter im Progetto Civitella d'Agliano, Italien. Seit den 70er Jahren schreibt er Gedichte, die 1986 erstmals im Thürmchen Verlag veröffentlicht wurden, es folgten zahlreiche weitere Publikationen. Seit 1988 Ausstellungen mit Theater-Apparaten und Zeichnungen. Tsangaris lebt als Komponist, Autor und Schlagzeuger in Köln.
U
V
Edgard Varése
Inhalt kommt demnächst
Kevin Volans
Inhalt kommt demnächst
W
Jennifer Walshe
wurde 1974 in Dublin, Irland, geboren. Sie studierte Komposition bei John Maxwell Geddes an der Royal Scottish Academy of Music and Drama und bei Kevin Volans in Dublin; im Juni 2002 graduierte sie an der Northwestern University, Chicago, wo sie bei Amnon Wolman studiert hatte.
Ihre Kompositionen wurden in Europa, den USA und Kanada aufgeführt. 2000 gewann Jennifer Walshe den Kranichsteiner Musikpreis der Internationalen Ferienkurse in Darmstadt, 2002 erhielt sie den ersten Preis des SCI/ASCAP Commissioning Wettbewerbs. Die Komponistin erhielt bereits zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. durch das Scottish Arts Council, den WDR Köln, das Huddersfield Contemporary Music Festival, das Project Arts Centre, Dublin und Radio Telefis Èireann. Sie tritt außerdem als Interpretin im experimentellen Improvisationsduo nolimetangere auf.
Anton Webern
Inhalt kommt demnächst
Stefan Wolpe
am 25.8.1902 in Berlin geboren, wirkte unter den Linken und Avantgardisten der emigrierten Musiker wie ein Sonderling. Kommunist wie Eisler, im Gegensatz zu ihm sogar Parteimitglied, teilte er dessen kulturprogrammatische Emphase nicht. Avantgardist wie Schönberg, hat er sich für die jüdische Sache eingesetzt, war sogar - im Gegensatz zu diesem - in Palästina [1934-38], ging jedoch auch aus Enttäuschung 1938 in die USA. Wie Wladimir Vogel war er in der Novembergruppe, mit ihm sogar 1926-28 Musikverantwortlicher, und verwarf doch für sich eine "europäische Lösung" der Emigration. Seine musikalischen Vorstellungen formten sich an Gegensätzen: an der Begeisterung für Satie und Skrjabin, für den Grotesken und für den Mystiker; durch den Hochschulunterricht [1919-24] bei dem ästhetisch eher konservativen Juon; im Unterricht bei Busoni, der, am ehesten dem Bauhaus vergleichbar, sein Klassizitätsideal vertrat; durch den Unterricht, den er 1933 nach seiner Emigration in Wien bei Webern nahm, durch den Eindruck, den die jüdische Tradition und orientalische Folklore in Palästina auf ihn machten. In Palästina fand er kompositorisch einen Weg aus der Atonalität. Auch dort standen einfache Lieder unverbunden neben avancierten Kompositionen, wie schon in den zwanziger Jahren. In den USA entwickelte Wolpe seine Kompositionsweise weiter, mit der er mechanistische Gefahren der Reihentechnik zu vermeiden suchte. Bedeutung und Einfluss auf nachfolgende Komponistengenerationen gewann Wolpe durch ausgedehnte Lehrtätigkeit, bspw. am Jerusalemer Konservatorium, an der Brooklyn School of Music, an der Contemporary Music School New York [deren Mitbegründer und Direktor] oder am Black Mountain College [Direktor]. Zu seinen Schülern zählten u. a. Herbert Brün, Morton Feldman und David Tudor.
X
Iannis Xenakis
geboren am 29. Mai 1922 in Braila (Rumänien) als Sohn griechischer Eltern; 1932 Übersiedlung nach Griechenland; 1934 Beginn erster musikalischer Studien; 1940 -1947 Ingenieursstudium am Polytechnikum in Athen. Wegen seiner Aktivitäten als Widerstandskämpfer in Griechenland zum Tode verurteilt, floh er 1947 nach Paris, wo er seither lebt. Hier studierte 1949 bei Arthur Honegger und Darius Milhaud und von 1950 - 1953 bei Olivier Messiaen Komposition; von 1954 -1960 war er Assistent des Architekten Le Corbusier, 1958 entwarf er auf Berechnungsgrundlagen seiner 1955 in Donaueschingen uraufgeführten Komposition Metastasis den Philips-Pavillon für die Weltausstellung in Brüssel; 1966 gründete er in Paris die Equipe de mahématique et d'automatique musicales (EMAMU), die seit 1972 unter CEMAMU firmiert. 2001 gestorben in Paris.
Y
Z
Helmut Zapf
studierte von 1974 bis 1979) Kirchenmusik an den Kirchenmusikschulen Eisenach (Thüringen) und Halle (Saale). Während dieser Zeit nahm Zapf an den Ferienkursen für Neue Musik in Gera (Thüringen) teil.
Nach dem Studium war er von 1979 bis 1982 als Kantor an der Stadtkirche iEisenberg (Thüringen) tätig. Bis zu dem Beginn seines Meisterschülerstudium bei Professor Georg Katzer an der Akademie der Künster der DDR in Berlin (1982-1986) entstanden erste autodidaktische Kompositionen, u.a. die Werke "Singender Mann" für Flöte solo, "Brechungen I und II" für Flöte und Streichtrio, "Klangetüde II" für Orchester, "Recitativ" für Oboe und Streichquartett.
Seit dem Abschluss seiner Meisterschülerzeit lebt und arbeitet Helmut Zapf als freiberiflicher Komponist in Zepernick (Panketal) bei Berlin.
Bernd Alois Zimmerman
Bernd Alois Zimmermann wurde am 20.3.1918 in Bliesheim bei Köln geboren. Nach 1937 studierte er an der Hochschule für Musik in Köln Schulmusik, Musikwissenschaft und Komposition bei Heinrich Lemacher und Philipp Jarnach. Von 1957 an leitete er eine Kompositionsklasse sowie ein Seminar für Film- und Rundfunkmusik an der Kölner Musikhochschule.
Zimmermann war Stipendiat der Villa Massimo in Rom (1957 und 1963), erhielt 1960 den Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen, wurde 1965 zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste ernannt und im Jahr 1966 mit dem Kunstpreis der Stadt Köln ausgezeichnet.
Sein Werk
umfasst
Kompositionen für Orchester (u.a. eine Sinfonie, Ballettmusik
und
Solokonzerte), seine berühmte Oper Die
Soldaten und andere Vokalwerke,
Kammermusik, Sololiteratur
sowie elektronische Musik. Die Premiere seiner Oper Die Soldaten
(komponiert 1958 bis
1960 nach dem Prinzip der "pluralistischen Klangkomposition") im Jahr
1965 in Köln war ein sensationeller Erfolg. Ein weiteres
weltweit bekanntes Werk
ist das Requiem
für einen jungen
Dichter (1969 durch den WDR
Köln uraufgeführt). Obwohl die
Anzahl seiner Kompositionen überschaubar ist, hat sich
Zimmermann mit seinem
Schaffen eine Schlüsselposition in der Geschichte der
deutschen
Nachkriegs-Musik gesichert. Er absorbierte nicht nur die serielle Musik
und die
Strenge der Darmstädter Avantgarde, sondern kombinierte diese
Einflüsse auch in
einzigartiger Weise mit Jazz-Elementen und Zitaten historischer
Komponisten
und zwar in einer Manier, die auf verblüffende Art und Weise
Idee und Technik
der Postmoderne vorwegnimmt.
Am 10.8.1970 schied Zimmermann in Groß-Königsdorf bei Köln freiwillig aus dem Leben.